Etwa 100 Gefährder in Baden-Württemberg
Etwa 100 Gefährder in Baden-Württemberg
Stuttgart (lsw) - Von den derzeit rund 100 sogenannten islamistischen Gefährdern in Baden-Württemberg schätzt Innenminister Thomas Strobl (CDU) etwa die Hälfte als besonders gefährlich ein.

Sie würden so eingestuft, weil man von ihnen wisse, dass sie in Kriegsgebiete gereist sind und sich dort im Umgang mit schweren Waffen und Sprengstoffen geübt haben, sagte Strobl am späten Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". "Aber allein das ist noch keine Straftat. Da finden Sie keinen Richter, der eine solche Person verurteilt", erklärte Strobl.

Gefährder stehen unter Beobachtung

Die betreffenden Leute liefen allerdings auch nicht unbeobachtet herum, betonte der Minister. "Die ganz Gefährlichen haben wir mit großem Personalaufwand im Grunde genommen unter Beobachtung. Aber, das will ich einfach mal klar sagen: Das ist natürlich ein Gefahrenpotenzial."

Zahl seit 2013 mehr als verzehnfacht

Bei Gefährdern handelt es sich um potenziell gewaltbereite Islamisten, um politisch und ideologisch motivierte Kriminelle. Bei der Mehrheit handelt es sich nach Darstellung des Innenministeriums um Ausländer. Gefährder sind demnach kaum berechenbar und haben oft Zugriff auf Waffen. Ihre Zahl habe sich seit 2013 im Südwesten mehr als verzehnfacht.

Foto: dpa

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