Kretschmann: Es geht um unsere Gegenwart
Kretschmann: Es geht um unsere Gegenwart
Stuttgart (bjhw) - Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat zum individuellen Engagement im Klimaschutz aufgefordert. "Nur in einer großen Verantwortungsgemeinschaft von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft kann ein so großes Werk gelingen", erklärte der Grüne in seiner Ansprache zum Jahreswechsel.

Nicht nur die Politik, "jeder Einzelne ist gefragt". Und er schlug den Bogen zur ersten Landung auf dem Mond, die sich 2019 zum 50. Mal jährt: "Wenn wir den Klimawandel mit demselben Mut, derselben Zielstrebigkeit und derselben Zuversicht bekämpfen, dann werden wir ihn in den Griff bekommen."

"Es geht nicht mehr nur um eine ferne Zukunft"

Baden-Württemberg hatte zusammen mit Kalifornien im Mai 2015 eine Absichtserklärung auf den Weg gebracht, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. "Weil die Staaten beim Kampf gegen den Klimawandel nicht schnell genug vorankommen", so Kretschmann weiter. Der große Erfolg mache Hoffnung: "Inzwischen sind mehr als 220 Regionen aller Kontinente dabei, und sie haben das Gewicht, richtig was zu bewegen." Repräsentiert werden fast 1,5 Milliarden Menschen und 40 Prozent der Weltwirtschaft. Gerade 2018 seien die Folgen des Klimawandels "nahe an uns herangerückt". Es gehe nicht mehr nur um eine ferne Zukunft und um unsere Kinder und Enkel. Vielmehr gehe es "um unsere Gegenwart".

Verletzlichkeit des blauen Planeten

Sein persönliches Engagement erklärte Kretschmann auch mit jenem Bild vom Planeten Erde, das auf einem der ersten bemannten Erderkundungsflüge am Heiligen Abend vor genau 50 Jahren entstanden war. Es habe "die Art, wie wir die Welt sehen, für immer verändert, denn die in ewiger Dunkelheit schimmernde blau-weiße Erdkugel, umschlossen von einer hauchdünnen Schutzhülle, hat viele von uns in seiner Würde und Schönheit tief berührt". Und er zitierte den Astronauten Alexander Gerst, der "das Bild in den vergangenen Monaten vor Augen hatte, der es als schier ins Mark gehende Erlebnis beschreibt und als Erfahrung von der Verletzlichkeit des blauen Planeten, der unsere Heimat ist".

Foto: dpa

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