Kippen den Kampf angesagt
Kippen den Kampf angesagt
Rastatt (sl) - Schon viele Male hat der Rastatter Stadtrat und Einzelhändler Franz-Josef Klagmann das Problem der weggeworfenen Zigarettenkippen in der Rastatter Innenstadt, und nicht nur dort, thematisiert. Passiert ist bisher eher wenig. Jetzt ist er selbst aktiv geworden - und hofft auf viele Nachahmer.

Klagmann will seine Einzelhändlerkollegen aktivieren und hat vor seinem ehemaligen Schuhgeschäft am Marktplatz einen Ascher für rauchende Passanten aufgestellt. Toll fände er es, wenn möglichst viele Ladenbetreiber auch einen anschaffen und die Patenschaft übernehmen. Das heißt auch: Die angesammelten Kippen regelmäßig zu entsorgen. Klagmann will nun die Mitglieder im Gewerbeverein RA³ motivieren, mitzumachen.

Verwaltung muss zustimmen

"Die Stadtverwaltung müsste natürlich zustimmen", weiß der langjährige Stadtrat. Denn das schlichte, schlanke, anthrazitfarbene Modell lässt sich in den Bodenplatten verschrauben, damit es nicht geklaut wird.

150 Euro pro Ascher

Mit Montage schätzt Klagmann die Kosten auf rund 150 Euro pro Ascher. Der verfügt über einen abschließbaren Einsatz, in dem sich die Zigarettenreste sammeln. Der Prototyp auf dem Marktplatz ist offenkundig auch schon benutzt worden. "Ich bin froh um jede Kippe, die nicht auf der Straße landet", sagt Klagmann, der sich als Nächstes das Problem mit den Kaugummis vorknöpfen will.

Foto: Linkenheil

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz