Mia und David bei Vornamen in Kurstadt vorne
Mia und David bei Vornamen in Kurstadt vorne
Baden-Baden (hol) - Ganz im Trend liegen Eltern in Baden-Baden beim Vergeben der Namen für ihren Nachwuchs: Englischstämmige Vornamen sind nicht mehr in Mode. Und: Kurze Namen sind gefragt.

Das geht aus der Statistik des Standesamtes für 2018 hervor, die auch einen neuen Geburtenrekord sowie einen Zuwachs bei Eheschließungen vermeldet.

Für ihre neugeborenen Mädchen wählten die Eltern im vergangenen Jahr am häufigsten die Vornamen Mia und Lina. David und Felix waren die begehrtesten Namen bei den Jungs. Gleich 19 mal beurkundete das Standesamt den Namen Mia als beliebtesten Mädchennamen, 15 mal galt es den Namen Lina, 14 mal David und zwölf mal Felix einzutragen.

Bei den Mädchen folgen Emma (13), Emilia (12), Sophia (11), Laura (10), Johanna, Mila und Sofia (8) sowie Elisa und Hanna (7). Bei den Jungs folgen den Spitzenreitern Ben (11), Alexander und Noah (je 10), Henry (9), Max und Samuel (8), Elias, Jonas und Joshua (alle 7).

Dauerspitzenreiter verlieren an Gunst

"Auffallend ist, dass jahrelang beliebte Namen wie Marie, Maximilian und Max spürbar an Gunst verloren haben", heißt es in der Mitteilung der Stadt-Pressestelle. Recht neu in der Beliebtheitsskala seien Namen wie Mila, Leni, Elisa, Ella und Lotta sowie Oskar, Henry und Samuel.

Weniger gefragt seien Vornamen wie Lucas, Niklas und Jakob sowie Emelie, Rosa, Franziska und Alexandra. Englischstämmige Vornamen wie Kevin, Cedric und Justin spielten bei der Namensfindung so gut wie keine Rolle mehr. Einzige Ausnahme ist Liam (7). Übrigens gaben 792 Eltern ihrem Kind einen Vornamen, 567 Kinder haben zwei Vornamen und 51 Kinder erhielten mehr als zwei Vornamen.

Weiterer Anstieg bei Geburten

Mit 1.418 Geburten wurde der Rekord von 2017 nochmals geknackt. Insgesamt erblickten 695 Jungs und 723 Mädchen das Licht der Welt. Der Trend geht seit Jahren rapide aufwärts. Hatte das Standesamt 2013 noch 950 Geburten zu registrieren, waren es 2014 schon 1.051, im Jahr darauf 1.140 und 2016 insgesamt 1.255. Für 2017 waren 1.326 Geburten notiert worden. Gründe für das Wachstum sind laut Stadt-Pressestelle die Schließung der Geburtshilfe-Abteilung in der Klinik in Bühl 2016 und steigende Geburtenzahlen bei Flüchtlingen.

18 Eheschließungen gleichgeschlechtlich

Die Zahl der Eheschließungen belief sich im Vorjahr auf 369, das sind 32 mehr, als noch im Jahr 2017. Bei den Eheschließungen sind laut Stadt-Pressestelle erstmals auch 18 gleichgeschlechtliche Paare enthalten - zwölf männliche und sechs weibliche.

Das Standesamt hielt 1.130 Sterbefälle in seinen Registern fest, 2017 waren es 1.115 gewesen. Die Zahl der Kirchenaustritte stieg mit 328 im Vergleich zu 2017 leicht an. 202 Bürger verließen die römisch-katholische Kirche, 118 die evangelische Kirche. Acht Personen traten aus anderen Glaubensgemeinschaften aus.

Symbolfoto: red

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