Rheindamm im Fokus
Rheindamm im Fokus
Rastatt (red) - Die Freien Wähler haben beantragt, das Thema Hochwasserschutz an Rhein und Murg auf die Tagesordnung des Gemeinderats in Rastatt zu setzen. Sie vermissen konkrete Maßnahmen in Sachen Hochwasserschutz.

Anlässlich der jüngsten Rheindammbegehung durch das Regierungspräsidium wünscht die FW-Fraktion Infos zum Sachstand.

Konkrete Forderung: Druck auf das Land auszuüben, damit der Dammabschnitt bei Plittersdorf schnellstmöglich ins Sanierungsprogramm aufgenommen wird. Seit Jahren warten die Bürger in den Rieddörfern auf die Sanierung des Rheindamms XXIV, stellen die Freien Wähler fest. Bei der Begehung sei auf das Problem der Quelltöpfe oberhalb des Plittersdorfer Schützenhauses hingewiesen worden. Dort trete bei Hochwasser auf der Landseite Wasser aus. Stets müsse beobachtet werden, ob daraus eine kritische Situation entsteht, etwa, wenn sich das Wasser eintrübt und Damm-Material ausgespült wird. Aber gerade dort fehlen Dammverteidigungswege. Die FW-Fraktion will nun auch wissen, welche Maßnahmen gegebenenfalls die Stadt beabsichtigt, um die Zugänglichkeit kritischer Stellen zu verbessern. Hierfür wären dann Haushaltsmittel einzuplanen.

Die Stadträte wollen auch Antworten auf die Frage, ob bei einem Dammversagen unterhalb von Wintersdorf das Mercedes-Benz-Werk betroffen wäre und dieses Milliardenrisiko vom Land entsprechend eingeschätzt wurde.

Was wiederum die Murg anbelangt, habe man lange nichts mehr gehört über die ausstehenden Maßnahmen, die auch nach dem Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt HÖP noch erforderlich sind, um einen 100-jährlichen Hochwasserschutz sicherzustellen.

Wegen des Umfangs der Arbeiten wurde vor fast vier Jahren eine Stelle bei der Stadt geschaffen. Die Verwaltung soll nun den Gemeinderat informieren, was bisher veranlasst wurde und wie der weitere Zeit- und Maßnahmenplan aussieht.

Foto: F. Vetter

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