Das Geschäft mit den guten Vorsätzen
Das Geschäft mit den guten Vorsätzen
Von Erich Reimann

Düsseldorf - Nach den üppigen Festessen zu Weihnachten und den feuchtfröhlichen Partys zu Silvester boomt im neuen Jahr das Geschäft mit den guten Vorsätzen.

Nicht nur Fitnessketten wie Kieser oder McFit werben mit Sonderangeboten um Kunden. Auch der Fernsehsender Kabel eins geht mit einer Abnehm-Show rund um den Sternekoch Frank Rosin auf Zuschauerfang. Und Handelsketten wie Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka präsentieren sich, nachdem sie im Dezember noch im "kleinen Luxus" schwelgten, im Januar als "Partner für gute Ernährung".

Kein Wunder: Schließlich ist der Jahresbeginn die Zeit der guten Vorsätze. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab, dass immerhin 57 Prozent der Bundesbürger im neuen Jahr mehr Sport treiben wollen. Jeder Zweite (49 Prozent) will sich gesünder ernähren. Gut jeder Dritte will abnehmen. Und gerade für den Einzelhandel kommt das schlechte Gewissen der Verbraucher gerade recht.

Handel bietet Angebote rund um die guten Vorsätze

Die traditionelle Umsatzdelle nach dem Weihnachtskauf wird mit Angeboten rund um die guten Vorsätze etwas ausgeglichen:

Der Discounter Lidl hat zum Jahresanfang beispielsweise die "Zieh's-durch-Wochen" ausgerufen. Acht Wochen lang soll die Kampagne dauern und bei der Einhaltung der guten Vorsätze helfen - etwa mit Rezepten für Superfood-Porridge oder Gemüsenudeln mit Linsenbolognese. Und natürlich gibt es dazu die passenden Produkte.

Alleine ist Lidl nicht. Auch Aldi präsentiert sich aktuell mit einer neuen Kampagne als "Partner für bewusste Ernährung".

Einen Haken hat die Sache allerdings - für Verbraucher und für den Handel. Die guten Vorsätze halten oft nicht lange an. Der Forsa-Umfrage zufolge gelang es im vergangenen Jahr nur jedem zweiten Verbraucher, sie vier Monate und länger durchzuhalten.

Foto: dpa

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