Flusspferd-Baby war ein Weibchen
Flusspferd-Baby war ein Weibchen
Karlsruhe (red) - Das nur zwei Tage nach der Geburt tot aufgefundene Flusspferd-Baby im Karlsruher Zoo war ein Weibchen und wog bereits 43 Kilogramm. Das teilte Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt am Mittwoch mit. Das tote Jungtier wird obduziert.

Erst am Montag war das Jungtier auf die Welt gekommen, die Geburt verlief laut einer Mitteilung des Zoos ohne Komplikationen. Nachdem das Kleine putzmunter war, habe man sich am Dienstag entschlossen, die Öffentlichkeit zu informieren, schrieb Reinschmidt am Mittwoch auf der Facebook-Seite des Zoos.

Doch dann der Schock: Mitarbeiter fanden das Baby am Mittwochmorgen tot auf. Die erfahrene Mutter war immer wieder auf den Boden des Beckens abgetaucht und hatte offensichtlich versucht, ihr Kleines an die Wasseroberfläche zu bringen. Als Zoo-Revierleiter Robert Scholz das Wasser im Becken abließ, fanden die geschockten Mitarbeiter das Kleine leblos auf dem Boden.

"Es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass irgendetwas nicht in Ordnung mit dem Jungtier war", so Reinschmidt, bei der erfahrenen Mutter Kathy war das Junge bestens aufgehoben. Es war bereits das vierte Jungtier der 32-jährigen Kathy. Die Todesursache werde nun untersucht. Man habe sofort eine Obduktion veranlasst, schrieb Reinschmidt weiter. Dabei soll geklärt werden, ob möglicherweise ein Geburtsfehler vorlag, die Jungtier nicht getrunken habe oder sogar ertrunken sei. Vater Platsch hat mit dem Tod jedenfalls nichts zu tun: Er war bereits vor einigen Wochen vorsorglich in einem abgetrennten Bereich untergebracht worden.

Laut Reinschmidt kommt es auch in der Natur häufiger vor, dass kleine Flusspferde sterben.

Foto: Zoo/Stadt Karlsruhe

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