Missbrauch nach 22 Jahren aufgeklärt
Missbrauch nach 22 Jahren aufgeklärt

Karlsruhe/Pforzheim (red) - Der sexuelle Missbrauch eines Kindes aus dem Jahr 1997 in Pforzheim ist laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Freitag aufgeklärt worden. Ein DNA-Abgleich überführte den heute 55-jährigen Tatverdächtigen.

Dem Mann wird laut Staatsanwaltschaft vorgeworfen, im Mai 1997 im Alter von 33 Jahren ein damals neunjähriges Mädchen in Pforzheim sexuell missbraucht zu haben. Er soll das Kind mit einem Messer bedroht und in einen Keller gedrängt haben. In dem Keller wurden damals Spermaspuren gesichert. Diese konnten jedoch viele Jahre lang keinem Täter zugeordnet werden.

Diese DNA wurde dann bei einem Vorfall am Silvestertag 2014 entdeckt. Eine Frau bemerkte, nachdem ein fremder Mann in der Karlsruher Oststadt dicht zu ihr aufgeschlossen hatte, Sperma an ihrem Hosenbein. Ein ähnlicher Vorfall trug sich im April 2018 in der Karlsruher Innenstadt zu. Dort bemerkte eine 13-Jährige entsprechende Flecken an ihrer Kniekehle.

In Einkaufszentrum festgenommen

Ende April 2018 wurde dann ein Mann in einem Karlsruher Einkaufscenter festgenommen. Er hatte in einer Umkleidekabine versucht, Aufnahmen vom Intimbereich einer Siebenjährigen zu machen. Er wurde vom Sicherheitspersonal festgehalten und festgenommen.

Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei dann Plastikspritzen, die mit Sperma gefüllt waren. Ein Abgleich ergab, dass es sich bei allen Vorfällen um die gleiche DNA handelte.

Der Mann wurde laut Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche durch das Kriminalkommissariat Pforzheim zu den Vorwürfen vernommen. Er habe gestanden.

Symbolfoto: dpa

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