Betrug in letzter Sekunde vereitelt
Betrug in letzter Sekunde vereitelt
Sinzheim (red) - Das wäre fast ins Auge gegangen: Eine ältere Dame ist am Donnerstagnachmittag nur knapp einem betrügerischen Schwindel entgangen und konnte gerade noch von ihrem Ehemann an der Aushändigung mehrerer Tausend Euro an eine unbekannte Frau gehindert werden.

Zuvor meldete sich telefonisch eine weibliche Stimme bei der Seniorin und gab sich als deren Nichte aus. Die Anruferin verwickelte die über 80-Jährige geschickt in ein Gespräch und vermittelte überzeugend, sofort 18.000 Euro zur Tilgung eines Darlehens zu benötigen.

Auffallend klein und kräftig

Nachdem das gutgläubige Opfer signalisierte, über Barmittel - wenn auch nicht in der geforderten Höhe - in der Wohnung zu verfügen, stand gegen 15 Uhr eine dunkelhäutige, etwa 25 bis 30 Jahre alte Frau mit südländischem Aussehen vor der Tür. Sie war auffallend klein mit kräftiger Statur und trug eine Mütze mit Fransen, heißt es im Polizeibericht.

Hinweise erbeten

Der zufällig hinzukommende Ehemann konnte im letzten Moment eine Geldübergabe an die Unbekannte verhindern. Die mutmaßliche Betrügerin wurde später mit einem Fahrzeug abgeholt, zu dem bislang keine näheren Erkenntnisse vorliegen.

Die Beamten des Polizeipostens Baden-Baden-Oos ermitteln wegen Betrugs und bitten mögliche Zeugen, sich unter der Rufnummer (0 72 21) 6 25 05 zu melden.

- Die Polizei rät:

Geben Sie am Telefon oder gegenüber Fremden niemals Auskunft über ihre Vermögensverhältnisse. Vergewissern Sie sich, dass es sich am Telefon auch tatsächlich um einen Verwandten handelt, indem sie die Ihnen bekannte Telefonnummer des Familienangehörigen zurückrufen. Wenden Sie sich in Zweifelsfällen unter der Notrufnummer "110" an die Polizei.

Symbolfoto: dpa

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