Erzieher und Tagesväter sind im Südwesten noch selten
Erzieher und Tagesväter sind im Südwesten noch selten
Stuttgart (lsw) - Trotz aller Anstrengungen sind Männer in baden-württembergischen Kindertagesstätten und in der Tagespflege noch immer die Ausnahme. Im Südwesten gab es 2018 zum Stichtag 1. März nur 2.302 Männer unter insgesamt 64.194 mehrheitlich weiblichen Erziehern, wie das Kultusministerium in Stuttgart mitteilte.

Zum Vergleich: Im Jahr 2006 kümmerten sich lediglich 544 männliche Erzieher um Kita-Kinder. Insgesamt gab es damals 33.938 männliche und weibliche Fachkräfte in den Einrichtungen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte, die Anzahl der Erzieher in den Kitas sei in den vergangenen Jahren erfreulich angestiegen. "Dazu hat sicherlich auch die praxisintegrierte Ausbildung beigetragen, die spürbar mehr Männer motiviert, sich für den Erzieherberuf zu entscheiden." Dennoch gebe es nach wie vor zu wenige männliche Bezugspersonen für die Kinder. "Deshalb setzen wir bereits in den Schulen an und ermutigen die Schüler, Berufe für Soziales und in der Pädagogik zu ergreifen."

In der Tagespflege waren im Südwesten zum Stichtag 1. März vergangenen Jahres 181 Männer tätig. Insgesamt gab es 6.574 Kindertagespflegepersonen, wie das Kultusministerium weiter mitteilte. Im Jahr 2006 gab es insgesamt 5.874 Kindertagespflegepersonen, davon 95 Männer. Mit Programmen versuchen Bund und Länder seit Jahren, männlichen Nachwuchs für den Erzieherberuf oder Quereinsteiger zu gewinnen.

Symbolfoto: dpa

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz