Rendezvous nur noch an einem Abend?
Rendezvous nur noch an einem Abend?
Rastatt (dm) - Das Rendezvous-tête-à-tête hat in seiner bisherigen Form mit vier Abendveranstaltungen offenbar ausgedient: Nach Vorschlag des Ausschusses für Jugend, Soziales und Kultur soll der Rastatter Gemeinderat am Montag die Verkürzung dieser Reihe, die seit 2007 in den Jahren zwischen den großen Straßentheaterfestivals lief, auf künftig nur noch eine Einzelveranstaltung beschließen. Das nächste Rendezvous stünde turnusgemäß im kommenden Herbst an.

Wie die Stadtverwaltung schreibt, lasse sich schwer messen, inwieweit die Ziele des kleinen Festivals erreicht wurden - die Marke tête-à-tête stärker als Werbeträger zu nutzen, potenzielle Sponsoren zu überzeugen und einen finanziellen Überschuss fürs große tête-à-tête zu erwirtschaften. Fest steht indes: Die Besucher schwanden - von 1.970 im Jahr 2013 auf nur noch 728 beim bislang letzten Mal -, und zuletzt fuhr das Rendezvous ein dickes Minus ein.

Eigenbetrieb kümmert sich um Sponsoren

Doch die Stadtverwaltung argumentiert nicht mit Geld allein: Die Sponsorenakquise werde inzwischen vom Eigenbetrieb Kultur & Veranstaltungen ganzjährig übernommen - die Funktion des Rendezvous für Akquise sei damit hinfällig. Und sogar programmatisch sieht man das kleine Festival nicht mehr passend. Wie kann eine Veranstaltungsreihe in der Halle, die es zudem kaum schaffe, die einzigartige tête-à-tête-Stimmung zu verbreiten, die Bandbreite modernen Straßentheaters abbilden? Der Versuch, im Oktober 2017 trotz der Jahreszeit mit einer Produktion nach draußen zu verlegen, misslang: Die aufwendige Inszenierung des Theaters Anu wurde aufgrund schlechter Witterung kaum vom Publikum angenommen.

Art der Abendveranstaltung noch offen

Gleichwohl: Ganz beerdigen will man das Rendezvous nicht, sei es doch ein "liebgewonnener Treffpunkt" für Helfer, tête-à-tête-Begeisterte und Sponsoren. Allerdings: Eine Einzelveranstaltung soll ausreichen. Ob es sich dabei um eine einzelne, kostenpflichtige Straßentheaterproduktion im Freien, einen Straßentheater-(Halb-)Tag auf dem Marktplatz oder eine Mix-Show in der Halle handeln soll, sei noch offen. Das Defizit will man auf maximal 24.200 Euro deckeln.

Archivfoto: pr

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