Gambier bestreitet Vergewaltigung
Gambier bestreitet Vergewaltigung
Baden-Baden (hez) - Vor dem Landgericht muss sich seit Dienstag ein 26-jähriger Gambier wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einer heute 56 Jahre alten Frau aus der Region verantworten. Dazu soll es im Bereich zwischen dem Asylbewerberheim im Gewerbegebiet Oos-West und dem Bahnhof gekommen sein. Bei der Aufklärung der Vorgänge am frühen Morgen des 13. Mai 2018 wird es für das Gericht auch um die Frage gehen, welche Rolle Alkoholkonsum dabei gespielt hat.

Die Anklage formulierte Staatsanwalt Johannes Kreidler. Das Opfer soll am Abend des 12. Mai Bewohner der Baden-Badener Asylbewerberunterkunft an der Straße Im Rollfeld besucht haben. Als sich die Frau gegen 1.10 Uhr auf den Weg zum Bahnhof machen wollte, sei im Treppenhaus auf den Angeklagten gestoßen, der gesagt habe: "Das ist meine Frau." Er habe die anderen eingeschüchtert und dann die Frau begleitet. Danach sei es an drei Orten - an einem Wohnmobil am Straßenrand, auf dem Pendlerparkplatz und im Bereich einer Treppenanlage des Gebäudes der Lohn AG - trotz der Hilfeschreie der Frau zu erzwungenem Geschlechtsverkehr gekommen. Dabei habe der Mann aus Gambia durch Niederstoßen, durch Würgegriffe und Zuhalten des Mundes sein Opfer auch verletzt.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Der Angeklagte, der zuletzt in einem Asylbewerberheim in Lahr gemeldet war, bestritt gestern die Vorwürfe: "Ich schwöre bei Gott, dass ich sowas nicht machen würde." Er sei nach Baden-Baden ins Asylbewerberheim gekommen, um dort Landsleute zu besuchen. Dort sei die 56-Jährige zu Gast gewesen, die mit seinen Bekannten Sex gehabt habe. Auch sei viel Alkohol konsumiert worden. Dies galt auch für ihn selbst, so der Angeklagte, der von persönlichen Alkoholproblemen sprach. Er habe aber den ihm von den anderen beiden Männern angebotenen Sex mit der Frau abgelehnt. Vielmehr habe er der Besucherin, die stark betrunken gewesen sei, auf dem Weg zum Bahnhof geholfen und ihr nach Stürzen aufgeholfen. Am Gebäude der Lohn AG habe er sie verlassen, nachdem seine beiden Bekannten hinzugekommen seien.

Die betroffene Frau sagte gestern als Hauptzeugin aus, dabei wurde die Öffentlichkeit aber ausgeschlossen. Der Prozess wird am 6. Februar um 9 Uhr fortgesetzt.

Foto: dpa

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz