Kohlegegnern protestieren am Kraftwerk im Karlsruher Hafen
Kohlegegnern protestieren am Kraftwerk im Karlsruher Hafen
Karlsruhe (lsw/red) - Zahlreiche Kohlegegner haben am Samstagmorgen am EnBW-Kraftwerk im Karlsruhe gegen die Vorschläge der Kohle-Kommission demonstriert. Die Organisation "Ende Gelände" war nach eigenen Angaben mit rund 150 Teilnehmern am und auf dem Gelände des Kraftwerks unterwegs.

Aktivisten von Robin Wood entrollten nach Angaben einer Sprecherin an einem Hochwassersperrtor ein Transparent, auf dem sie forderten, die Verbrennung von Kohle jetzt zu beenden. Nach Angaben der Polizei waren am Morgen 40 bis 50 Demonstranten auf das Gelände gelangt, weitere rund 50 blieben vor dem Zaun. Die Aktion verlief friedlich. Sie besetzen unter anderem die Schienen, einen Ladekran, die Förderanlage und einen Bagger und brachten Transparente an. Zwei Personen haben sich am Hafensperrtor abgeseilt.

EnBW zeigt Verständnis

Nach Angaben einer EnBW-Sprecherin besetzten die Demonstranten ein Schiff, aus dem Kohle entladen werden sollte sowie Förderbänder. "Wir haben Verständnis und sehen das sehr gelassen", sagte die Sprecherin. Auf eine Anzeige habe man verzichtet. Sie wies darauf hin, dass EnBW seit Jahren die Strategie des Konzernumbaus verfolge und aus er Kohle aussteige. Die Aktivisten sollten sich bis gegen 16 Uhr auf dem Gelände aufhalten dürfen und danach in einer spontanen Demonstration abziehen.

Kohleausstieg bis spätestens 2038

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat ein Konzept für einen Ausstieg aus der Kohle-Verstromung bis spätestens 2038 vorgelegt. Dieses sieht Milliardensummen aus dem Staatshaushalt für den Strukturwandel vor. Vor allem in der Lausitz, im Mitteldeutschen sowie im Rheinischen Revier hängen noch Tausende Arbeitsplätze an der Kohle.

Foto: dpa

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