Nach Abitur-Pannen: Test zu neuem Verfahren startet
Nach Abitur-Pannen: Test zu neuem Verfahren startet
Stuttgart ( lsw) - Das Kultusministerium testet in dieser Woche an 40 Schulen in Baden-Württemberg ein neues Verfahren für die Verteilung von Abitur-Prüfungsaufgaben. Anschließend sollen möglichst schon in diesem Jahr die Aufgaben für vier Fächer per verschlüsseltem USB-Stick an die Gymnasien ausgeliefert werden.

Die Schulen müssten die Aufgaben dann am Prüfungsmorgen selbst ausdrucken. Bisher waren die Aufgaben bereits gedruckt verschickt worden - allerdings gab es Pannen.

Das Ministerium testet die neuen Verfahren zwischen Montag und Freitag. Ein genaueres Datum und Details wollte das Kultusministerium aus Sicherheitsgründen nicht nennen. "Je genauer das Verfahren bekannt ist, desto angreifbarer wird es", sagte ein Behördensprecher. Im März ist ein weiterer Test an allen Gymnasien im Land geplant. Die Auslieferung per Stick soll anschließend bereits in diesem Jahr erfolgen und ist für die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch vorgesehen. Bei diesen Fächern können sich die Länder aus einem bundesweiten Pool der Kultusministerkonferenz bedienen. Für die anderen Fächer ändert sich nichts.

Mehrmals wurden Abituraufgaben gestohlen

2017 wurden in einem Gymnasium in Stuttgart-Weilimdorf Mathematik- und Englischaufgaben gestohlen, 2018 im niedersächsischen Goslar die Mathematikprüfungen. Alle Gymnasien, die zentrale Aufgaben hatten, mussten diese in den betroffenen Fächern austauschen. Notgedrungen verschickte das Ministerium die Alternativaufgaben auch damals elektronisch.

Laut dem Kultusministerium gibt es in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und dem Saarland bereits elektronische Verfahren.

Foto: dpa

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