Banksy-Bild zieht die Menschen an
Banksy-Bild zieht die Menschen an
Baden-Baden (marv) - Schon von weitem merkt man, dass heute kein gewöhnlicher Tag für das Museum Frieder Burda in Baden-Baden ist. Vor und im Gebäude herrscht großer Medienauflauf, Kamerastative werden aufgebaut, Lichter ausgerichtet, Mikrofone gezückt und Besucher befragt. Diese sind zahlreich erschienen und drängen sich im Kabinett im Obergeschoss des Museums um ein beschädigtes Bild.

Das Werk des britischen Streetart- und Aktionskünstlers Banksy hieß ursprünglich "Girl with Ballon". Bei seiner Auktion im Londoner Traditionshaus Sotheby's schredderte jedoch ein im Rahmen des Bildes versteckter Motor das Gemälde vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

"Love is in the Bin", wie Banksy seine Kritik am Kunstmarkt nun nennt, ist seit heute erstmalig ausgestellt. Noch bis zum 3. März können Interessierte das mittlerweile weltberühmte Werk in Baden-Baden betrachten.

Marion Roland ist extra aus Heidelberg angereist, um das Banksy-Bild als eine der ersten Besucher betrachten zu können. "Ich fand es sehr toll", sagt Roland mit einem breiten Grinsen im Gesicht und zeigt stolz ein Banksy-Buch, das sie sich im Museumsshop gekauft hat. Im Radio habe sie von der Eröffnung gehört. Vor dem Museum macht sie sogleich ein Erinnerungsfoto. Mit einem roten Herzballon ausgestattet, mimt sie Banksys Ballonmädchen. Passanten und andere Besucher rufen ihr dabei scherzhaft zu: "Passen Sie auf, dass Sie nicht auch geschreddert werden".

Drinnen ist indes erst einmal Warten angesagt. Das Museumspersonal hat einiges zu tun. An den Kassen bilden sich Schlangen, Journalisten versuchen das beste Foto oder ein gutes Bild fürs Fernsehen zu bekommen.

In den kommenden Tagen werden das sicher noch viele weitere Besucher machen. Vielleicht wird das Banksy-Bild ja ein ähnlicher Selfie-Magnet wie die Mona Lisa. Ein paar Gemeinsamkeiten haben beide Werke ja bereits: Es wird weltweit über sie gesprochen, es herrscht ein großer Andrang um sie und sie sind durch eine Glasscheibe vor Zerstörung geschützt.

Foto: Lauser

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