Haftstrafe wegen Vergewaltigung
Haftstrafe wegen Vergewaltigung

Baden-Baden (hez) - Das Baden-Badener Landgericht hat am Freitag einen 26-jährigen Gambier, der als abgelehnter Asylbewerber in Deutschland lebt, wegen Vergewaltigung und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt. An sein Opfer muss der Mann ein Schmerzensgeld von 4 .000 Euro bezahlen.

 In seiner Urteilsbegründung machte der Vorsitzende Richter Wolfgang Fischer deutlich, dass der Angeklagte als der Tat überführt anzusehen sei. Die Strafkammer zeigte sich überzeugt, dass der Tathergang weitgehend so gewesen sein müsse, wie er auch in der Anklage beziehungsweise von der Hauptzeugin geschildert wurde.

Bekannte besucht

Demnach hatte die heute 56 Jahre alte Frau aus der Region zwei Bekannte aus Gambia in der Baden-Badener Asylbewerberunterkunft in Oos-West besucht. Dabei war es zu Alkoholkonsum und sexuellen Kontakten gekommen. Als die Frau dann am frühen Morgen des 13. Mai 2018 aufbrechen und sich auf den Weg zum Bahnhof machen wollte, stieß man im Treppenhaus auf den Angeklagten. Dieser, so sah es das Gericht, habe die Frau ergriffen und zur Straße gebracht. Dann sei es an drei Orten - an einem Wohnmobil am Straßenrand, auf dem Pendlerparkplatz und im Bereich einer Treppenanlage am Gebäude der Lohn AG - trotz der Hilferufe der Frau zu Vergewaltigungshandlungen gekommen. Dabei habe der Täter dem Opfer auch Verletzungen zugefügt.

Angeklagter bestreitet Schuld

Der Gambier hatte in seiner Aussage jede Schuld abgestritten. Er habe die Frau, die angetrunken gewesen sei, nur begleitet, um ihr zu helfen.

Das Gericht sah diese Darstellung nicht als glaubhaft an. So würden die Verletzungen der Frau, vor allem die Hämatome, für eine Gewaltanwendung sprechen. Zudem wertete das Gericht ihre Schilderungen als glaubhaft.

Symbolfoto: av

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