Neue Wege zum künftigen Kombibad
Neue Wege zum künftigen Kombibad
Rastatt (ema) - Die Stadtverwaltung will jetzt das gemeinsame Gespräch mit dem Regierungspräsidium und der Deutschen Bahn suchen, um auszuloten, wie die L77 an die Murgtalstraße beziehungsweise den Philosophenweg angebunden werden kann. Dabei steht die Erschließung des künftigen Kombibads im Mittelpunkt.

Bislang liegen erst Skizzen auf dem Tisch. Dabei legen die Umstände es nahe, dass die Anbindung zügig verwirklicht werden soll. Im Betriebsausschuss des Gemeinderats signalisierte die Verwaltung, dass die Bahn an einer vorzeitigen Anbindung Interesse habe.

Wie Markus Fraß, Fachbereichsleiter Bauen und Verkehr, im BT-Gespräch erläuterte, wolle die DB die neue Route für den Tunnel-Baustellenverkehr nutzen. Gleiches dürfte für die Stadt Rastatt gelten, wenn tatsächlich das Kombibad wie zuletzt angekündigt im Jahr 2023 eröffnet werden sollte.

Nach den Vorstellungen der Infrastruktur-Planer im Rathaus soll die Querverbindung über ein oder zwei Kreisel zwischen der L 77 und der Murgtalstraße geschaffen werden (Infografik: gelbe Variante). Aus Sicht von Fraß würde diese Variante auch mit Blick auf die geplante Stadtbahn-Haltestelle Rastatt-Süd/Niederbühl passen, die verwirklicht werden soll, sobald einmal der Eisenbahntunnel in Betrieb ist. Möglicher Standort wäre demnach bei der Murgtalstraße, wo auch ein Pendlerparkplatz eingerichtet werden soll, der dann direkter anfahrbar wäre.

Distanziert äußert sich der Fachbereichsleiter zu Vorschlägen der CDU Niederbühl, die Verbindung auf der anderen Seite der L 77 anzulegen. Wie berichtet, plädieren die Christdemokraten für eine Verbindung über das RTV-Gelände zum Philosophenweg (rote Variante). Damit könnte man Platz schaffen für ein Neubaugebiet.

Fraß sagte der CDU bei einem Termin im Dezember zu, den Vorschlag zu prüfen. Gleichwohl macht er keinen Hehl daraus, dass sich diese Lösung nicht aufdränge und von der geometrischen Linienführung eher ungeeignet erscheine. Fraß verweist auf die Engstelle zwischen Unterführung und RTV-Gelände. Vorteil bei der CDU-Variante sei dagegen, dass man ohne eine Aufschüttung auskomme.

Nach seiner Einschätzung müsste ein Kreisel spätestens im Jahr 2021 an den Start gehen. Dabei sei noch offen, über welches Verfahren Baurecht geschaffen wird. Ein entscheidendes Wort wird das Regierungspräsidium sprechen. Im Hinterkopf müsse man nämlich behalten, dass an der L 77 in Niederbühl ohnehin schon zwei Kreisel geplant seien: zum einen an der Einmündung zur Baulandstraße/Murgbrücke, zum andern bei der Weiherstraße/Netto-Markt.

Repro: BT

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