Berlin-Flüge: Verärgerte Passagiere
Berlin-Flüge: Verärgerte Passagiere
Rheinmünster/Berlin (vo) - Passagiere aus der Region beklagen immer häufiger verspätete Flüge oder komplette Ausfälle auf der Strecke vom Baden-Airport nach Berlin beziehungsweise umgekehrt. Auch am Mittwoch wurde am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) eine Verbindung am Abend in die Hauptstadt seitens der Fluggesellschaft Eurowings gestrichen.

Die mittelbadische SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek hat sich deshalb mit einem Schreiben an die Lufthansa-Tochterfirma gewandt. "Mich haben Beschwerden bezüglich Flugausfällen und Verspätungen erreicht, die nicht akzeptabel sind", erklärte Katzmarek gestern in einer Pressemitteilung. "Es darf nicht sein, dass Flüge mitten in der Nacht kurzfristig gestrichen werden und Kundinnen und Kunden mit einer E-Mail vor vollendete Tatsachen gestellt werden beziehungsweise schon im Flugzeug sitzend, wieder aussteigen müssen." Statt freiwillige Ersatzleistungen anzubieten, müssten Betroffene mit hohem persönlichem Aufwand Regressansprüche gegenüber Eurowings anwaltlich geltend machen, so Katzmarek.

Flugverbindung nicht ausgelastet

Von Eurowings hieß es dazu auf BT-Nachfrage, dass es aufgrund externer Faktoren zu kurzfristigen Flugausfällen kommen könnte, beispielsweise bei schlechtem Wetter. Man bedauere jeden einzelnen Flugausfall. Dagegen verneinte Sprecherin Laura Karsten, dass hinter den Flugstreichungen ein System stecken könnte - etwa, weil die Auslastung einzelner Maschinen zu gering sei. Erst vor einigen Wochen hatte der Geschäftsführer des FKB, Manfred Jung, gegenüber dem BT betont, dass die Resonanz auf der Strecke in die Hauptstadt teilweise zu wünschen übrig ließe und die Gefahr bestünde, dass diese Verbindung dem FKB verloren gehen könnte. Eurowings hatte die Frequenz im aktuellen Winterflugplan auf zwölf Flüge pro Woche erhöht.

Foto: dpa

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