Benzwerk: ÖPNV-Konzept soll im Frühling vorliegen
Benzwerk: ÖPNV-Konzept soll im Frühling vorliegen

Rastatt (dm/vo) - Ende März/Anfang April will Daimler das ÖPNV-Konzept, das im Zuge der geplanten Werkserweiterung erarbeitet wird, der Öffentlichkeit vorstellen. Diesen Zeitplan nannte der Rastatter Werkleiter Thomas Geier am Mittwochabend bei der Jahresauftaktveranstaltung des CDU-Wirtschaftsrats im Mercedes-Benz-Kundencenter.

"Wir sind dran", betonte er. So habe man inzwischen ein Busunternehmen im Elsass an der Hand, das einen Pendelverkehr direkt ins Werk hinein übernehmen würde - wenn es sich denn wirtschaftlich lohne. Offenbar muss noch Überzeugungsarbeit geleistet werden - zum jetzigen Zeitpunkt sei die Resonanz in der Belegschaft noch zu gering dafür.

Mitarbeiter würden ÖPNV nutzen

Im November hatte Geier in Ottersdorf referiert, dass laut einer erstmals in der Werkgeschichte durchgeführten Umfrage zur Mobilität der Beschäftigten 750 Berufspendler aus dem Elsass in einen Bus umsteigen würden, sofern die Haltestellen in einer akzeptablen Entfernung liegen. Allerdings lag die Rücklaufquote nur bei etwa einem Viertel. Ebenso würden 1. 000 Berufspendler aus dem Raum Karlsruhe und Murgtal den ÖPNV nutzen, wenn die Kapazitäten der Bahn vorhanden wären und vom Bahnhof Rastatt ein Pendelbus zum Werk verkehren würde, hieß es im Herbst. Auch an Letzterem arbeite man, so Geier. "Wir wollen verstärkt Mitarbeiter zum Umsteigen bewegen", bekräftigte der Werkleiter nun nochmals.

Proteste im Ried

Vor allem im Ried kochte zuletzt die Volksseele hoch in Anbetracht des Werksverkehrs. Mit "Verkehrsguerilla"-Aktionen demonstrierten dort Betroffene mehrfach gegen die aktuell bereits hohe Belastung. Weil man mit der geplanten Werkserweiterung weitere Verschlimmerungen befürchtet, will man Stadt und Daimler zu Lösungen drängen.

Archivfoto: ema

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