Daimler: Höhere CO2-Werte, niedrigere Gehälter
Daimler: Höhere CO2-Werte, niedrigere Gehälter
Stuttgart (dpa) - Die Vorliebe der Kunden für große Autos und die neuen Abgasvorschriften hinterlassen ihre Spuren in der Klimabilanz des Autobauers Daimler. Der sogenannte CO2-Flottenwert der Mercedes-Benz-Fahrzeuge stieg im vergangenen Jahr spürbar an. Gleichzeitig sanken die Gehälter des Vorstands. Das teilte der Konzern am Freitag mit.

Der CO2-Flottenwert gibt an, wie viel Kohlendioxid (CO2) sämtliche in einem Jahr verkauften Neuwagen im Durchschnitt ausstoßen. 132 Gramm CO2 waren es 2018 pro Kilometer. Rechnet man die Vans noch hinzu, kommt man auf 134 Gramm. Mercedes liegt damit aber immer noch unter den derzeit für die Marke geltenden Grenzwerten.

Im Durchschnitt aller Hersteller liegt dieser Grenzwert bei 130, er wird aber für jeden individuell festgelegt. Wer hauptsächlich größere Fahrzeuge baut - so wie Daimler -, darf auch darüber liegen. Für Mercedes-Benz sind es aktuell 138 oder, wenn man die Vans mit berechnet, 139 Gramm.

Kunden kaufen SUVs und Benziner

Für das Jahr 2017 hatte Daimler 125 beziehungsweise 128 Gramm CO2 pro Kilometer für seine Mercedes-Neuwagenflotte ausgewiesen. Dass die Werte jetzt so deutlich nach oben gingen, liege insbesondere an dem neuen Abgastestverfahren WLTP, betonte Daimler.

Dass die Kunden vermehrt große SUVs und Allradfahrzeuge kauften und zudem lieber Benziner als Diesel, deren CO2-Bilanz im Vergleich besser ist, trage ebenfalls zu dem Anstieg der Werte bei.

Vorstandsgehälter sinken

Gesunken sind dagegen die Verdienste der Vorstände bei Daimler. Hier hat sich der jüngst verkündete Gewinneinbruch niedergeschlagen. So erhielt der scheidende Konzernchef Dieter Zetsche für 2018 gut 5,9 Millionen Euro nach 8,6 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie aus dem am Freitag in Stuttgart veröffentlichten Geschäftsbericht des Dax-Konzerns hervorgeht.

2016 hatte Zetsche 7,6 Millionen Euro verdient, im Jahr davor 9,7 Millionen. Der gesamte Vorstand erhielt im vergangenen Jahr Bezüge in Höhe von 23,2 Millionen Euro. 2017 waren es 33,3 Millionen Euro.

Symbolfoto: dpa

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