Anrufe von falschen Polizisten
Anrufe von falschen Polizisten
Baden-Baden (red) - Die Serie von Anrufen falscher Polizeibeamter in der Region reißt nicht ab. Rund 20 Fälle registrierte die Polizei am Donnerstag. Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein.

Das Polizeipräsidium Offenburg vermeldete mehr als zehn Fälle, die Anrufern in Baden-Baden, Gernsbach und Rastatt galten. Das Polizeipräsidium Karlsruhe registrierte mindestens acht Anrufe in Malsch.

Angebliche Einbrüche

Wieder wurden die Angerufenen mit der Geschichte angeblicher Einbrüchen im Wohnumfeld verunsichert sowie damit, dass das bei der Bank verwahrte Geld dort nicht sicher sei. Die Unbekannten agieren mit dem Ziel, die Herausgabe von Wertgegenständen, Schmuck und Bargeld zu erreichen.

Zweifel in letzter Sekunde

In Gernsbach gelang es so den Tätern am Donnerstag, dass eine 83-Jährige eine fünfstellige Bargeldsumme von ihrem Konto abhob. Glücklicherweise kamen der Dame doch noch Bedenken und sie rief bei der Polizei an. Die Übergabe des Bargeldes konnte verhindert werden.

In der Zeit zwischen 11.15 Uhr und 12.30 Uhr meldete sich ein bislang unbekannter Mann telefonisch bei den größtenteils älteren Personen in Malsch und gab sich als Polizist aus. Er täuschte demnach in gutem Deutsch vor, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei und erkundigte sich in diesem Zusammenhang nach Bargeld und Wertgegenständen, die sich in der Wohnung der Angerufenen befinden.

Angerufene legen auf

Glücklicherweise verhielten sich die Betroffenen richtig und clever, sie legten nämlich auf. Nur in einem Fall kam es zur Abholung von Wertgegenständen.

In derartigen Fällen bittet die Polizei um besondere Wachsamkeit. Zudem sollten Betroffene sich unbedingt bei der örtlichen Polizeidienststelle melden und dort nachfragen. Keinesfalls sollten Fremde ins Haus gelassen werden, warnt die Polizei.

Symbolfoto: dpa

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