KSC: Südwest-Derby im Fokus
KSC: Südwest-Derby im Fokus
Karlsruhe (red) - Das Südwest-Derby des Karlsruher SC gegen den 1. FC Kaiserslautern (Samstag, 14 Uhr) gilt nicht nur aus sportlicher Sicht als bemerkenswert, sondern auch als Hochrisiko-Partie. Erstmals haben sich der KSC und die Polizei in einem gemeinsamen Brief an die Fans gewandt. Zudem üben auch die Kapitäne beider Mannschaften den Schulterschluss im Kampf gegen Gewalt und für ein Fußballfest.

"Es ist der erste gemeinsame Fanbrief von Verein und Polizei und damit auch ein symbolischer Schulterschluss für das Bemühen, mit Leidenschaft und Emotionen eine tolle Atmosphäre im Stadion zu ermöglichen, ohne dabei abseits des Spielfelds die Regeln der sportlichen Fairness im Umgang miteinander zu verletzen", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Der gemeinsame Brief ist unter anderem auf der Homepage des KSC veröffentlicht worden.

Kapitäne: Kein Platz für Hass und Gewalt

Dort appellieren auch die beiden Mannschaftskapitäne David Pisot und Florian Dick an die Fans. "Auch wir Spieler freuen uns sehr auf die anstehenden 90 Minuten. (...) . Keine Frage, auf dem Platz sind wir sportliche Rivalen. In einer Sache sind wir uns allerdings mehr als einig: Wir wünschen uns, dass bei dieser Begegnung ausschließlich das sportliche Kräftemessen im Vordergrund steht. (...) Im Derby ist kein Platz für Hass, Gewalt und Pyrotechnik", betonen sie in einem gemeinsam unterzeichneten Aufruf.

Polizei will Fangruppen trennen

Da es in der Vergangenheit bei Spielen der beiden Mannschaften immer wieder zu Ausschreitungen kam, setzt die Polizei darauf, die Fangruppen zu trennen. Während die Heimfans gebeten werden, das Stadion von der westlichen Seite des Adenauerrings anzufahren, sollten die Gäste den Besucherparkplatz unbedingt von Osten her über die Theodor-Heuss-Allee ansteuern. Der Adenauerring ist auf Höhe des Stadions bereits ab 12 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Ohnehin wird empfohlen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Die Gäste aus Kaiserslautern werden vor allem mit einem Sonderzug anreisen. Die Verkehrsbetriebe bieten einen Bustransfer vom Bahnhof zum Stadion und zurück an.

Einsatz transparent machen

Um Missverständnissen vorzubeugen, will die Polizei ihren Einsatz möglichst transparent machen. Eingesetzt werden auch besonders geschulte Kräfte, die deeskalierend wirken sollen.

Das Südwestderby wird auch im SWR-Fernsehen übertragen.

Symbolfoto: GES

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