Ortseinfahrt Rastatt gesperrt
Ortseinfahrt Rastatt gesperrt
Rastatt (red) - Die nördliche Ortseinfahrt von Rastatt wird von Mittwochvormittag bis Montagmittag gesperrt. Grund sind Arbeiten an der neuen Radweg-Eisenbahnüberführung neben der B3/B36. Der Verkehr aus Rastatt in Richtung Ötigheim ist nicht betroffen, wie das Regierungspräsidium Karlsruhe am Montag mitteilte.

Die Sperrung gilt von Mittwoch, 20. Februar, ab 9.30 Uhr, bis voraussichtlich Montag, 25. Februar, 12 Uhr. Der stadteinwärts führende Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Auch für die Fahrradfahrer wird es für diesen Zeitraum eine ausgeschilderte Umleitung geben. Der stadtauswärts fahrende Verkehr in Richtung Ötigheim wird nicht beeinträchtigt.

Mit Behinderungen muss in dem Abschnitt der B3/B36 bereits ab Dienstagvormittag gerechnet werden, da zahlreiche Baugeräte und -materialien angeliefert werden.

Engstelle wird beseitigt

Seit Mitte des vergangenen Jahres laufen die Arbeiten an der neuen Radweg-Eisenbahnüberführung. Mit ihr wird die gefährliche Engstelle des Radwegs beseitigt. Aktuell steht im Bereich der bestehenden Bahnbrücke nur ein Meter zur Verfügung. Diese für Radfahrer und Fußgänger unfallträchtige Situation wird das Regierungspräsidium Karlsruhe mit dem Bau der separaten Radwegführung beseitigen.

Auch Bahnstrecke gesperrt

Dazu wurde im letzten halben Jahr neben dem Bahndamm ein rund 700 Tonnen schweres Stahlbeton-Rahmenbauwerk erstellt, das im Zuge einer 100-stündigen DB-Sperrpause eingeschoben wird. Diese beginnt am Donnerstag, den 21. Februar, um 0 Uhr. Am Montag sollen die Züge dann ab 4.25 Uhr wieder rollen.

Bauwerk wird unter Gleise geschoben

In der Sperrpause werden die Oberleitungen gesichert, die Gleisanlagen ausgebaut sowie der gesamte Bahndamm abgetragen und nebenan auf dem Gelände der großen DB-Tunnelbaustelle kurzfristig zwischengelagert. Zudem wird der Bereich auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Dann wird das Bauwerk in Tieflage unter den Bahndamm geschoben, an Ort und Stelle um 40 Zentimeter angehoben und mit fließfähigem Beton unterfüllt. Die Grundwasserabsenkungsanlage zur Trockenlegung der Zielbaugrube wurde bereits vor einigen Tagen eingeschaltet.

Logistische Herausforderung

Aufgrund der extrem beengten Platzverhältnisse im Baufeld zwischen Bahndamm und Bundesstraße kommt ein ausgeklügeltes Logistikkonzept der bauausführenden Firma zum Tragen. In kurzer Zeit müssen rund 3.500 Kubikmeter Gleisschotter und Damm-Aushubmaterial über die Bundesstraße nach Norden abtransportiert und neues Schüttmaterial zur Wiederverfüllung angeliefert werden.

Fertigstellung im Frühjahr

Die endgültige Fertigstellung des neuen Radweges, der einschließlich Asphaltarbeiten und Radwegbeleuchtung knapp drei Millionen Euro kosten wird, ist für Ende April oder Anfang Mai vorgesehen, teilte das Regierungspräsidium weiter mit.

Foto: RP Karlsruhe

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