Radwegunterführung: Stählerner Koloss wird eingesetzt
Radwegunterführung: Stählerner Koloss wird eingesetzt
Rastatt (fuv) - Die Radweg-Eisenbahnüberführung am nördlichen Stadteingang von Rastatt nimmt Gestalt an. In der Nacht zum Donnerstag, pünktlich um 0 Uhr, wurde auf der Strecke Rastatt-Ötigheim-Karlsruhe der Schienenverkehr für 100 Stunden gestoppt.

Zunächst sicherten Bauarbeiter die Oberleitungen mittels zweier Gerüste, auf denen diese aufliegen. Die Schienen wurden mit Schweißbrennern getrennt und per Kran entfernt. Dann konnten die Bagger beginnen, in der Bahntrasse eine Lücke zu schaffen. Rund 4.000 Kubikmeter Material vom Bahndamm bewegten die vier Bagger.

In die Lücke wird am Freitag das 700 Tonnen schwere Stahlbetonbauwerk hineingeschoben, das im letzten halben Jahr neben dem Bahndamm erstellt wurde. Das Rahmenbauwerk ist die eigentliche Unterführung, durch die die Radfahrer zukünftig bequem die Bahntrasse passieren.

100 Stunden haben die Bauarbeiter Zeit, um den Betonkoloss einzuschieben und die Bahntrasse wiederherzustellen. Am Montag um 4.25 Uhr müssen die Züge wieder rollen. Am Donnerstagmittag sah der Projektleiter beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Jens Patitz, die Arbeiten weit vor dem Zeitplan. Der drei Millionen Euro teure Radweg soll Ende April, Anfang Mai endgültig fertiggestellt sein.

Foto: Vetter

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