Vorsicht vor K.o.-Tropfen bei Faschingspartys
Vorsicht vor K.o.-Tropfen bei Faschingspartys
Stuttgart (lsw) - Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat zur Vorsicht gegenüber möglichen Attacken mit K.o.-Tropfen bei Fastnachtspartys gewarnt. "Lassen Sie Ihr Getränk nicht unbeaufsichtigt und achten Sie auf Ihre Freunde und Bekannten", mahnte Strobl in einer am Samstag verbreiteten Mitteilung.

Die Erfahrung vergangener Jahre zeige, dass die Gefahr solcher Taten besonders bei ausgelassenen Partys bestehe, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist seinen Angaben zufolge eine Zunahme von Sexualstraftaten mit Hilfe der heimlichen Verabreichung von K.o.-Tropfen auf: Im Jahr 2017 wurden 25 derartige Fälle erfasst, gegenüber acht im Jahr davor. Angaben für 2018 liegen noch nicht vor.

Opfer willen- und wehrlos machen

"Die Täter schütten ihren Opfern die Tropfen unbemerkt ins Glas, mit dem klaren Ziel, sie willen- und wehrlos zu machen", warnte der Minister. Bei einem Verdacht solle möglichst rasch die Polizei alarmiert werden.

Der Minister kündigte zugleich intensive Polizeikontrollen während der heißen Phase der Fastnachtszeit an. Wie jedes Jahr werde es verstärkt Jugendschutz- und Verkehrskontrollen geben. Die Erfahrung zeige, dass immer wieder alkoholisierte Fahrer unterwegs seien. "Dies stellt nicht nur eine erhebliche Gefahr für sie selbst dar, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer." Zudem komme es durch übermäßigen Alkoholkonsum bei Faschingsfeiern immer wieder zu Gewaltexzessen.

Symbolfoto: dpa

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