Bühl künftig ohne Jugendgemeinderat
Bühl künftig ohne Jugendgemeinderat
Bühl (red) - In Bühl gibt es künftig keinen Jugendrat mehr. Für die im März geplante Wahl fanden sich nicht genügend Interessenten. Nur sieben Schüler hatten sich beworben, erforderlich gewesen wären 15. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Die Stadt treffe diese Entwicklung nicht unvorbereitet. Bereits im vergangenen Jahr war im Gemeinderat ein neues Jugendbeteiligungs-Konzept verabschiedet worden (wir berichteten). Darin wäre der Jugendrat, dessen zweite Amtsperiode dieses Frühjahr endet, eine von fünf Säulen gewesen. Die weiteren Säulen sind die jährliche Jugendkonferenz, ein Partizipationsstammtisch, der bereits regelmäßig zusammenkommt, die Jugendbeteiligung an Schulen und eine App mit Informationen, Ideen-Pinnwänden und Umfragen. An deren Umsetzung arbeitet die Stadtverwaltung bereits.

Sieben Bewerber werden in Arbeit eingebunden

Die sieben Jugendrat-Bewerber verteilen sich auf die Aloys-Schreiber-Schule, die Carl-Netter-Realschule und das Windeck-Gymnasium. Die engagierten Schüler sollen, so die Stadtverwaltung, in das neue Konzept eingebunden werden. Sie sind als Bindeglied zwischen ihren Schulen und der Bühler Jugendarbeit vorgesehen. Die Multiplikatoren werden an SMV-Sitzungen teilnehmen und kommunale Themen an die SMV-Vertreter sowie die Bedürfnisse der Schüler an die Jugendarbeit herantragen. Zweimal im Jahr soll es zudem eine Versammlung aller SMV-Vertreter der Bühler Schulen geben.

Stadt nimmt Kontakt zu Schulen auf

Mit den Schulen, die keinen Kandidaten für den Jugendrat stellen konnten, wird die Jugendarbeit der Stadt Verbindung aufnehmen, um auch dort noch Multiplikatoren zu finden. "Wir sind damit in Sachen Jugendarbeit und Jugendbeteiligung gut aufgestellt", meint Oberbürgermeister Hubert Schnurr. "Die interessierten Jugendlichen verteilen sich künftig auf mehreren Ebenen. Damit lässt sich der Verlust des Rates gut auffangen." Der OB ist zudem überzeugt, dass die Jugendlichen durch die Arbeit im Kleinen auch Lust am Gestalten und Mitreden finden könnten und sich auch im größeren Rahmen für die Belange der Jugend in der Stadt einsetzen würden.

Archivfoto: red

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