Entscheidung über Schule vertagt
Entscheidung über Schule vertagt
Bietigheim (as) - Ob es für die Gemeinschaftsschule in Bietigheim eine Zukunft gibt, bleibt offen: Der Gemeinderat vertagte am Dienstagabend in seiner öffentlichen Sitzung vor rund 150 Eltern, Lehrern, Schülern und Bürgern die Entscheidung, mit der Bietigheim die Schule auslaufen lassen würde.

Vorausgegangen war ein Antrag der CDU auf Vertagung, dem sich bis auf die fünf Gemeinderäte der Freien Wähler alle anschlossen. Es gebe noch "erheblichen Informationsbedarf", das habe vor allem die Einwohnerfragestunde gezeigt, die der Rat auf Wunsch der CDU-Fraktion zugelassen hatte, sagte deren Fraktionschef Dr. Jürgen Rastätter. Denn das Thema ist komplex. Die Gemeinde benötigt nämlich Räume für die Grundschule, die marode ist und aus allen Nähten platzt - bei steigenden Schülerzahlen.

Die 2016 eingerichtete Gemeinschaftsschule wiederum scheint kein Erfolgsmodell zu sein: Die Schülerzahlen sinken, die aktuelle fünfte Klasse hat 17 Schüler. Sind es zwei Jahre lang weniger als 16, was sich abzeichnet, würde sie laut Schulgesetz geschlossen werden. Da es eine zweite Schule mit Raumkapazitäten am Ort gibt, würde die Gemeinde für einen Grundschul-Neubau wiederum keine Fördermittel des Landes erhalten. Allein könne sie die Finanzierung aber nicht stemmen. Das Thema wird nun wohl am 12. März erneut beraten.

Archivfoto: Frank Vetter

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