Schaeffler will Hunderte Jobs in Deutschland streichen
Schaeffler will Hunderte Jobs in Deutschland streichen
Herzogenaurach/Bühl (dpa) - Der Zulieferer Schaeffler will weitere Hunderte Jobs in Deutschland streichen. In einem ersten Schritt eines bis 2024 angelegten Programms will Schaeffler Einsparungen von 90 Millionen Euro erzielen, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte.

Insbesondere die Autozuliefersparte sei von einer Marktschwäche betroffen. Rund 900 Stellen sollen insgesamt wegfallen, 700 davon in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sollen jedoch vermieden werden.

Unter dem Strich sei der auf die Anteilseigner entfallende Konzerngewinn 2018 um 10,1 Prozent auf 881 Millionen Euro gesunken, hieß es weiter. Der Erlös kletterte vom starken Euro gebremst um 1,6 Prozent auf 14,24 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte wären es 3,9 Prozent gewesen und damit etwas weniger als in der Prognose mit mindestens vier Prozent zuletzt angestrebt. 2019 rechnet der Konzern mit noch weniger Schwung als im Vorjahr. Der Umsatz soll um Währungseinflüsse bereinigt um 1 bis 3 Prozent wachsen.

Fokus auf Elektroautos

Der Spezialist für Kupplungen, Getriebe und Wälzlager will sich nun stärker auf künftige Wachstumsfelder wie Elektroautos konzentrieren und Investitionen in unrentable Bereiche zurückfahren.

Schaeffler hat in den vergangenen Jahren mehrere Programme gestartet, um die Profitabilität zu steigern. Zuletzt war der Umbau im Bereich mit Wälzlagern angegangen worden, dem weltweit rund 950 Stellen zum Opfer fallen dürften, davon rund 450 in Deutschland.

Zuvor hatte der Konzern die Industriezuliefersparte und weitere kleine Bereiche auf mehr Rendite getrimmt, was fast 1000 Arbeitsplätze wegfallen ließ. Dem Zulieferer macht die Flaute in der Autoindustrie zu schaffen.

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