Nächste millionenschwere Baustelle
Nächste millionenschwere Baustelle
Rastatt (dm) - Voraussichtlich 6,3 bis 7,3 Millionen Euro muss die Stadt Rastatt ihren Schätzungen zufolge investieren, um im Industriegebiet ein Regenüberlaufbecken zu bauen. Aktuell wird dort noch ein Mischwassernetz mit drei hintereinander liegenden Regenüberläufen betrieben, was nach umwelttechnischen Vorschriften nicht mehr zulässig ist.

Mehrere Planungsvarianten sind untersucht worden, als hydraulisch und wirtschaftlich annehmbarste Lösung wurde schließlich ein Becken mit einem Nutzvolumen von rund 500 Kubikmetern in der Rauentaler Straße auf Höhe des Bahnhofs beschlossen.

Bahn verkauft Gelände - ohne Wissen der Stadt

Die Angelegenheit zieht sich schon länger hin: 2009 war die Verwaltung beauftragt worden, das Wasserrechtsverfahren in die Wege zu leiten, im September 2013 lag die Genehmigung vor. Nach Angaben der Verwaltung hatte inzwischen jedoch die Bahn, ohne die Stadt zu informieren, Teile ihres Industriegleisgeländes an angrenzende Grundstückeigentümer veräußert. Just über Teile der veräußerten Flächen war der Zulaufkanal zum Regenüberlaufbecken geplant. Das heißt: Mit diesen Eigentümern musste über Kauf oder Tausch von Grundstücksteilen verhandelt werden.

Fußweg wird verlegt

Inzwischen hat der Gemeinderat die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt vergeben, sie gingen für rund 2,13 Millionen Euro an die französische Firma Travaux Publics ROTT aus Soultz sous Forêts. Die Maßnahme hatte aufgrund ihres Gesamtumfangs EU-weit ausgeschrieben werden müssen. Der erste Abschnitt umfasst die Zuleitung zum Becken sowie die Errichtung von Bauwerken in der Alten Bahnhofstraße. In diesem Zuge wird zudem der Weg, der die Wohnviertel fußläufig mit dem Bahnhof verbindet, in Richtung Industriegleis verschoben und mit Beleuchtung ausgestattet.

Foto: dpa

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz