Fünf wollen Landrat werden
Fünf wollen Landrat werden
Rastatt (dm) - Um 14 Uhr treten am heutigen Dienstag die Mitglieder des Rastatter Kreistags im Landratsamt zusammen, um einen neuen Landrat zu wählen. Beworben haben sich Toni Huber, Knut Bühler, Christoph Leo Gehring, Dr. Jörg Peter und Heinrich Eiermann. Die Sitzung ist öffentlich. Hier mehr zu den Kandidaten:

Ihre Spannung bezieht die Wahl nicht nur allein daraus, dass fünf Bewerber bereitstehen, sondern auch daraus, dass drei davon bereits enge Bezüge zum Rastatter Landratsamt aufweisen und zwei davon Mitglieder der CDU sind. Die Union ist mit 24 Sitzen stärkste Kraft im Kreistag, gefolgt von den Freien Wählern (14 Sitze), SPD (zwölf), Grüne (sieben), AfD (zwei), FDP (zwei) und FuR (einen). Hinzu kommen zwei fraktionslose Kreisräte.

Die Kandidaten

Toni Huber, Bürgermeister von Weisenbach, gehört dem Kreistag seit 1994 an und ist dort seit 2005 Fraktionsvorsitzender der CDU. Er hatte im vergangenen Sommer als erster seinen Hut in den Ring geworfen und setzt alles auf eine Karte. Wie berichtet, hat er sich für die Kreistagswahl im kommenden Mai nicht mehr aufstellen lassen, da er im Falle seiner Wahl zum Landrat das Mandat nicht ausüben könnte.

Auch der Erste Landesbeamte Dr. Jörg Peter, seit 13 Jahren Landrat-Stellvertreter, ist CDU-Mitglied. Seine Sondierungsgespräche mit den Fraktionen habe er als "Ermutigung" aufgefasst, sagte er bei Bekanntgage seiner Bewerbung.

Verwaltungsjurist Heinrich Eiermann wiederum (parteilos), aktuell im Regierungspräsidium Karlsruhe, war 17 Jahre lang (bis 2010) im Rastatter Landratsamt tätig, unter anderem als Dezernent.

Knut Bühler (parteilos), ebenfalls Erster Landesbeamter und Landrat-Stellvertreter, und zwar im Landratsamt Karlsruhe, sagte, er sei aus der Mitte des Kreistags auf eine Bewerbung als unabhängiger Kandidat angesprochen worden.

Jurist Christoph Leo Gehring (parteilos) lebt im unterfränkischen Hohenroth.

Foto: av

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