Baden-Württemberger unter Opfern
Baden-Württemberger unter Opfern
Stuttgart (dpa) - Beim Absturz der Boeing 737 Max 8 von Ethiopian Airlines in Äthiopien ist auch ein Mensch aus Baden-Württemberg ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen Mann aus dem Hohenlohekreis, wie die "Heilbronner Stimme" und der "Mannheimer Morgen" berichteten. Es gebe aber keine Hinweise auf weitere Opfer aus dem Südwesten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Bei dem Absturz waren am vergangenen Sonntag alle 157 Menschen an Bord der relativ neuen Maschine ums Leben gekommen. Darunter befanden sich auch fünf deutsche Staatsbürger.

Startverbot auch in den USA

Nach dem Startverbot für alle Boeing 737 Max auch in den USA ist ein Großteil der weltweiten Flotte des Flugzeugtyps vorübergehend lahmgelegt.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA begründete das Verbot mit neuen Erkenntnissen zum Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien, die auf Ähnlichkeiten zum Crash eines baugleichen Flugzeugs im vergangenen Oktober in Indonesien hinwiesen. Diese Informationen erforderten weitergehende Untersuchungen, ob es sich möglicherweise um dieselbe Absturzursache gehandelt habe, hieß es in einer Dringlichkeits-Anordnung der FAA.

Die FAA stellt sich auf eine längere Stilllegung der Maschinen des Typs Boeing 737 Max ein. Er rechne mit einer Wiederaufnahme der Flüge "innerhalb von ein paar Monaten", sagte der amtierende Behördenchef Daniel Elwell vor Journalisten.

Mehr als 310 Maschinen am Boden

Schon vor den USA hatten Europa, weite Teilen Asiens und zuletzt Kanada die Boeing 737 Max mit einem Startverbot belegt. Mit dem Verbot in den USA stehen inzwischen mehr als 310 Maschinen am Boden. Der US-Luftfahrtkonzern Boeing empfahl am Mittwoch als Vorsichtsmaßnahme ein vorübergehendes Startverbot für alle 371 Flugzeuge der Baureihe 737 Max weltweit.

Neue Erkenntnisse

In der FAA-Anordnung heißt es, die Untersuchungen am Wrack der Maschine hätten am Mittwoch neue Informationen zutage gefördert. Gekoppelt mit Satellitendaten zur Flugbahn nach dem Start der Ethiopian-Airlines-Maschine in Addis Abeba wiesen sie "einige Ähnlichkeiten" zum Absturz in Indonesien auf. Der amtierende FAA-Chef Daniel Elwell habe beschlossen, "dass eine Gefahr mit Bezug zur Sicherheit bei der kommerziellen Luftfahrt besteht".

Die beiden Flugschreiber der abgestürzten Maschine sollen in Frankreich ausgewertet werden.

Foto: dpa

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