Nach Brand: Haftbefehl erlassen
Nach Brand: Haftbefehl erlassen

Baden-Baden (red) - Nach dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Lichtentaler Straße, bei dem am Montag wohl vier Menschen verletzt wurden, ist gegen den 74-jährigen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der Beschuldigte schweigt bislang, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten.

Dem Mann, der selbst in dem Haus wohnte, wird versuchter Mord in drei Fällen, die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, schwere Brandstiftung und Körperverletzung vorgeworfen. Zunächst hatte es geheißen, dass unter den fünf Verletzen auch der Beschuldigte sei. Inzwischen teilten die Ermittler mit, dass der 74-Jährige unverletzt geblieben sei. Alle Verletzten hätten die Kliniken nach ambulanten Behandlungen noch am Montag verlassen können, heißt es in der Mitteilung weiter.

Wohnungen in oberen Stockwerken nicht bewohnbar

Die Polizei hatte den entstandenen Sachschaden am Montag auf rund 500.000 Euro geschätzt (wir berichteten). Die Wohnungen in den Obergeschossen des Gebäudes sind laut Polizei derzeit nicht bewohnbar.

Ermittlungen zum Motiv dauern an

Der Südwestrundfunk (SWR) berichtete am Dienstag, dass möglicherweise ein Erbschaftsstreit eine Rolle gespielt haben könnte. Das wollte die Polizei gegenüber dem BT nicht bestätigen. Auch die Staatsanwaltschaft betonte, zu dem Bericht keinen Kommentar abgeben zu wollen. Die Ermittlungen zum genauen Motiv dauerten laut Ermittler auch am Dienstagnachmittag noch an.

Foto: Margull

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz