Neue Brücke soll auch Busse verkraften
Neue Brücke soll auch Busse verkraften
Baden-Baden (hol) - Die Kreithgrabenbrücke in Oos soll im Herbst durch einen tragkräftigeren Neubau ersetzt werden. Der Bauausschuss des Gemeinderats soll dafür am heutigen Donnerstag grünes Licht geben. Die Verwaltung rechnet mit Baukosten von 570.000 Euro.

Das derzeitige Brückenbauwerk ist etwa 60 Jahre alt und nicht mehr standsicher, wie es in den Unterlagen der Verwaltung heißt. Deshalb ist die Brücke auch seit Jahren durch Poller abgesperrt. Nur Fußgänger und Radfahrer dürfen sie passieren.

Dieser Zustand muss bald ein Ende haben, denn die über die Brücke verlaufende Straßenverbindung, der Bahnweg zwischen dem Bahnhof und der Güterbahnhofstraße, hat an Bedeutung gewonnen.

Ursache dafür ist, dass im benachbarten Gebäude, in dem früher die Firma Juvena untergebracht war, im vergangenen Jahr ein städtisches Busdepot eingerichtet wurde. Und auf ihrer Fahrt aus dem Depot zum Einsatz und zurück sollen die tonnenschweren Gefährte künftig den kurzen Weg über die Kreithgrabenbrücke nehmen.

Schranke soll Brücke absperren

Dafür muss die Fahrbahn auf 6,50 Meter verbreitert und die Tragkraft auf 60 Tonnen erhöht werden. Das ist durch eine Sanierung der bestehenden Brücke nicht machbar, wie es in den Unterlagen heißt. Deshalb wird der Neubau nötig.

Die neue Brücke soll übrigens auch für den Pkw- und Lkw-Verkehr gesperrt werden, und zwar durch eine Schranke, die von Busfahrern betätigt werden kann. Darüber hinaus sollen natürlich auch Fußgänger und Radfahrer das neue Bauwerk überqueren dürfen.

Abschnitt künftig Teil der Grünen Einfahrt

Dort dürften in Zukunft mehr Menschen unterwegs sein als bisher, weil der Rad- und Fußweg Grüne Einfahrt, wie berichtet, von der Blutbrücke bis zur Kreithgrabenbrücke verlängert werden soll. Plangemäß sollen die Bauarbeiten im September beginnen und bis Weihnachten dauern. Die Stadt hofft auf eine Förderung in Höhe von 50 Prozent aus dem kommunalen Fonds für die Sanierung von Brückenbauwerken. Ob diese Förderung fließt, entscheidet sich frühestens im Juli, heißt es in den Unterlagen. Die Ausschreibung der Baumaßnahme ist erst nach Erhalt des Förderbescheides möglich, sodass es durchaus sein kann, dass der städtische Zeitplan nicht eingehalten werden kann.

Foto: Pittner

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