Grünes Licht für die Fixerstube
Grünes Licht für die Fixerstube
Karlsruhe (lsw) - Grünes Licht für den landesweit ersten Drogenkonsumraum: Das grün-schwarze Kabinett hat am Dienstag auf Bitten der Stadt Karlsruhe die dafür notwendige Verordnung einstimmig beschlossen. Das bestätigte eine Sprecherin des Sozialministeriums.

In dem Raum sollen Schwerstabhängige mitgebrachte Rauschmittel wie Heroin und Kokain unter hygienischen Bedingungen und unter Aufsicht von geschultem Personal konsumieren können. Das soll Drogenkranken helfen und Anwohner entlasten, die unter der illegalen Drogenszene am Karlsruher Werderplatz leiden.

Projekt in der Landesregierung umstritten

Die "Fixerstube" soll ihren Betrieb im Spätsommer aufnehmen. Das Projekt ist in der grün-schwarzen Landesregierung umstritten. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) stand von Anfang an hinter dem Karlsruher Anliegen. Bedenken hatten vor allem die CDU-Landtagsfraktion und das Innenministerium. Der Karlsruher Gemeinderat hatte schon im vergangenen Frühjahr überraschend einmütig dafür gestimmt.

Hilfe für Abhängige, Entlastung für Anwohner

"Damit wird es einerseits möglich, mit schwer Drogenabhängigen in Kontakt zu kommen, ihnen Hilfsangebote zu unterbreiten und ihre Lebenssituation zu verbessern", erläuterte Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) das Anliegen. Andererseits entlaste es Anwohner, die unter der illegalen Drogenszene am Karlsruher Werderplatz leiden.

Foto: dpa

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