Beim Kunstverein endet eine Ära
Beim Kunstverein endet eine Ära
Baden-Baden (red) - 20 Jahre lang war Norbert Waldmann als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde junger Kunst entscheidend an der Entwicklung des 1955 gegründeten Kunstvereins beteiligt. Jetzt geht eine Ära zu Ende, denn er scheidet aus dem Vorstand aus.

Ressort-Zuteilungen wie Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit geben Waldmanns Tätigkeitsbereich nur unvollkommen wieder, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Denn bei knappem Geld und kleiner Mannschaft müsse alles ineinandergreifen. Waldmann hat den Kontakt zum Rathaus genutzt, um einen Mehrwert für die Kunst zu erreichen, die Ausstellungsreihe "Künstler in Baden-Baden" hat sich unter seiner Betreuung zu einem festen Bestandteil des Kulturlebens entwickelt. Das Alte Dampfbad wurde Heimat für die Kunstfreunde der Stadt und erste Adresse für junge Künstler aus nah und fern.

Wichtige Ausstellungen, wie einst der auf seine Initiative zurückgehende "Kunstknast", brachen mit fast 70.000 Besuchern in sechs Wochen Besucherrekorde. Bei der Organisation großer Projekte, wie etwa 2013 die Oskar-Schlemmer-Ausstellung, kamen Norbert Waldmanns Kontakte und Erfahrungen als SWR-Koordinator von "Bilderstreit" zum Tragen, die er zum Wohl des Kunstvereins einsetzen konnte, würdigt der Kunstverein seinen Mitstreiter.

Seinen Rücktritt nahmen die Mitglieder der Kunstfreunde mit Wehmut entgegen.

Als nächste Ausstellung wird am Sonntag, 7. April, die Mitgliederausstellung "Tier" eröffnet, bei der sich die Künstlermitglieder des Vereins mit ihrem Verhältnis zum Tier auseinandersetzen.

Archivfoto: pr

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