Arbeiten an Brücke Maxau jetzt in heißer Phase
Arbeiten an Brücke Maxau jetzt in heißer Phase
Karlsruhe (win) - Die Anspannung steigt, bei der Ertüchtigung der Rheinbrücke Maxau geht es in die heiße Phase.

In der kommenden Woche werden die Kühlcontainer angeliefert, mit denen sicher gestellt wird, dass das Betongemisch, aus dem später die ultrahochfeste Fahrbahnplatte hergestellt wird, beim Einbau genau die vorgeschriebene Temperatur hat.

Auf der Brücke selbst läuft der Einbau der Stahlarmierung auf Hochtouren. "Es sieht gut aus, der vorgegebene Zeitplan sollte gut reichen", zeigt sich Jürgen Gentner vom Regierungspräsidium zufrieden mit dem Bauablauf.

Nachdem die Stahlplatte, auf der die Fahrbahn liegt, auf der Fahrbahnseite Richtung Wörth gereinigt war, wurde eine Klebeschicht aus Epoxitharz aufgebracht, die anschließend mit Bauxit-Splitt abgestreut wurde. Der Splitt mit seiner sehr rauen Oberfläche sorgt später für einen festen mechanischen Verbund zwischen Stahlplatte und Beton. Auf den Splitt wird derzeit die Stahlbewehrung aufgebracht.

85 Tonnen Stahl und 225 Kubikmeter Beton

Direkt auf dem Splitt liegt acht Millimeter dicker Rundstahl, der sozusagen als Abstandshalter dient. Darüber kommen zwei Lagen mit zwölf Millimeter dickem Rundstahl, eine Längs- und eine Querlage. In diesen 85 Tonnen schweren Stahlverbund werden später 225 Kubikmeter Beton eingebaut, wobei die Überdeckung der oberen Stahlschicht maximal 25 Millimeter betragen soll. Am Ende, so der Plan, werden Klebeschicht und Stahlbeton als 65 Millimeter dicke Auflage die Stahlplatte verstärken und mit dieser einen tragfähigen Verbund eingehen.

"Es kommt auf jeden Millimeter an", sagt Gentner. Die präzise Vermessung der Brücke, die deshalb auch in der Nacht vom 23. zum 24. Februar für den gesamten Verkehr gesperrt war, dient als Grundlage. Am Zeitplan der Betonage, die am Wochenende vom 13. bis 15. April vorgesehen ist, wird sich nach bisherigen Erkenntnissen nichts mehr ändern.

Foto: Heck

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