Eine Dose als Lebensretter
Eine Dose als Lebensretter
Rastatt (hr) - Oft trifft der Rettungsdienst in Wohnungen bewusstlose Personen an und die Angehörigen können keine oder nur unvollständige Angaben zu Vorerkrankungen oder regelmäßig einzunehmenden Medikamenten machen. Bei einem medizinischen Notfall zählt aber jede Sekunde. Notfall-Dosen könnten bald Abhilfe schaffen.

Rettungsdienst benötigt schnell Informationen

Damit der Rettungsdienst schnell die lebensrettenden Maßnahmen und die richtige Therapie einleiten kann, benötigen sie rasch die Informationen: So begründeten der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Rastatt, Markus Merklinger, und Bereitschaftsleiterin Christiane Schmidt die Initiative zur Verbreitung von zwölf Zentimeter hohen roten Rotkreuzdosen.

Notfalldosen beim DRK und in Apotheken erhältlich

Diese können beim DRK Rastatt gegen eine kleine Spende von Montag bis Donnerstag in der Eschenstraße 27 in Rastatt abgeholt oder in Apotheken als SOS-Notfalldose gekauft werden. Zehn Rotkreuzdosen stellen Merklinger und Schmidt dem Kreisseniorenrat Rastatt zur Verfügung.

Vordruck mit Hausarzt ausfüllen

In der Dose befindet sich neben zwei kleinen Aufklebern ein Vordruck, der am besten mit der Hausärztin beziehungsweise dem Hausarzt ausgefüllt wird. Neben einem Passbild sind Informationen über persönliche Daten, Vorerkrankungen, Medikamentenplan, Kontaktpersonen, Name und Adresse des Hausarztes sowie sonstige wichtige Hinweise vorgesehen.

Dose im Kühlschrank aufbewahren

Senioren, Patienten und Personen, die oft allein in der Wohnung sind, stellen die Notfalldose in den Kühlschrank, und zwar in der Tür. Einer der beiden Aufkleber soll an der Innenseite der Wohnungstür und der zweite am Kühlschrank die Rettungskräfte informieren, wo die Notfalldaten des Patienten zu finden sind.

Ehrenamtliche Helfer unterstützen beim Ausfüllen

Sinnvoll sei die Rotkreuzdose nicht nur für betagte Menschen. Auch Jüngere können von einem plötzlichen medizinischen Notfall betroffen sein, betonte Schmidt, die sich über eine große Nachfrage freuen würde. Sie ergänzte: Auf Wunsch bringen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes die Dose auch nach Hause und helfen beim Ausfüllen.

Foto: Riemer

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