Ärzte aus Mittelbaden streiken
Ärzte aus Mittelbaden streiken
Stuttgart (lsw/red) - Mehr als 1000 Ärzte der kommunalen Kliniken aus Baden-Württemberg haben laut einer Mitteilung des Marburger Bunds am Mittwoch ihre Arbeit niedergelegt, um sich an einem bundesweiten Warnstreik zu beteiligen. Vom Streik betroffen waren auch das Klinikum Mittelbaden an den Standorten Baden-Baden/Bühl und Rastatt/Forbach.

Fast 60 Ärzte des Klinikums Mittelbaden im Streik

Laut Angaben des Klinikums Mittelbaden befanden sich 20 Ärzte der Klinik Balg und fünf Ärzte des Klinikums Bühl im Warnstreik.

Auch die Krankenhäuser in Rastatt und Forbach blieben nicht verschont: So beteiligten sich 30 der Rastatter Ärzte und drei Mediziner aus Forbach an dem bundesweiten Streik. Allerdings konnten nur Angaben zu den Ärzten gemacht werden, die im Dienstplan eigentlich vorgesehen waren, aber nicht zur Arbeit erschienen sind, so Pressesprecherin Sybille Müller-Zuber. Wenn sich Kollegen aus der Freizeit heraus beteiligen, wisse die Klinik das nicht.

Operationen verschoben

Aufgrund des Personalmangels musste das Klinikum Mittelbaden Baden-Baden/Bühl insgesamt 20 Operationen verschieben. In Rastatt mussten zehn Operationen verschoben werden.

Patienten reagieren unterschiedlich

Bei den Patienten sorgte dies teilweise für Verärgerung, wie das Klinikum Mittelbaden mitteilte. Es habe aber auch viele gegeben, die großes Verständnis für die Aktion der Ärzte zeigten.

Ärzte fordern bessere Regelungen für Bereitschaftsdienst

Bundesweit nahmen Klinikärzte aus 13 Bundesländern an dem Warnstreik teil. Sie forderten in Frankfurt eine Wiederaufnahme von Tarifgesprächen für die Mediziner in kommunalen Kliniken. Auf der Kundgebung ging es ihnen vor allem um verbesserte Regelungen für den Bereitschaftsdienst.

Der Marburger Bund, die gewerkschaftliche Interessenvertretung der Ärzte, strebt nach den bisherigen gescheiterten Tarifgesprächen vor allem neue Voraussetzungen für die Bereitschaftsdienste an. Dabei geht es unter anderem um zwei freie Wochenenden pro Monat und klare Höchstgrenzen für die Zahl der Bereitschaftsdienste.

Foto: dpa

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