Zunehmend Gewalt gegen Lehrer
Zunehmend Gewalt gegen Lehrer
Stuttgart (lsw) - Die Gewalt gegen Lehrer hat nach Einschätzung von Fachleuten zugenommen. Lehrer erlebten psychische Gewalt, Beleidigungen und Aggressionen sehr häufig, sagte das Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, Michael Hirn, am Donnerstag im Kultusausschuss des Landtags in Stuttgart.





Hirn mahnte eine bessere Ausstattung von Schulen etwa mit Sozialarbeitern an.

Gewalt geht nicht nur von Schülern aus

Der Ärztliche Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Uniklinik in Freiburg, Claas Lahmann, sagte, Gewalt gehe nicht nur von Schülern aus. Zunehmend gebe es auch Lehrer als Patienten in der Klinik, die auch verbale Gewalt durch Eltern erlebt hätten, beispielsweise im Rahmen von Elternabenden. Und auch Vorgesetzte und Kollegen könnten Quelle von Gewalt sein.

Hemmschwelle für Beleidigungen gesunken

Der Vize-Vorsitzende des Verbandes VBE, Oliver Hintzen, sagte, die Hemmschwelle für persönliche Beleidigungen und Diffamierungen sei gesunken. Auch Mobbing im Internet werde ein immer größeres Problem.

Im Mai 2018 hatte der VBE eine Forsa-Umfrage veröffentlicht, wonach 45 Prozent der Rektoren im Südwesten berichteten, dass Lehrer an ihrer Schule beschimpft, bedroht, beleidigt, gemobbt oder belästigt worden seien.

Symbolfoto: dpa

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