Wasserpreise steigen in Mittelbaden überdurchschnittlich
Wasserpreise steigen in Mittelbaden überdurchschnittlich
Rastatt (ema) - Die Wasserversorger in Mittelbaden haben in den vergangenen zwölf Monaten ihre Preise im Landesvergleich überdurchschnittlich stark angehoben.

Laut einer Übersicht der baden-württembergischen Energiekartellbehörde haben die Star-Energiewerke (jetzt Stadtwerke Rastatt) ihre Preise um 11,6 Prozent noch oben geschraubt. Grundlage der Statistik ist ein Verbrauch von 150 Kubikmetern im Jahr.

Zum Vergleich: Alle privatrechtlich organisierten Wasserversorger haben ihre Preise im Schnitt nur um 2,8 Prozent erhöht.

In Rastatt ist die Preissteigerung mit den Kosten im Zusammenhang mit der PFC-Belastung begründet worden. Die Stadtwerke bezifferten die rein PFC-bedingten Investitionskosten mit 4,7 Millionen Euro netto, unter anderem für neue Leitungen und die Aufrüstung des Wasserwerks Rauental.

Die Stadtwerke Rastatt sind damit in der Rangfolge der günstigsten Anbieter in Baden-Württemberg von Platz acht auf Platz 14 abgerutscht. Noch kräftiger zugelangt haben die Stadtwerke Baden-Baden: Um 16,2 Prozent stieg dort der Trinkwasserpreis (jetzt Platz 77 statt 42 vor einem Jahr).

Nach wie vor in der Spitzengruppe der günstigen Anbieter liegt die Muggensturmer Eneregio, obwohl der Versorger den Wasserpreis um vier Prozent angehoben hat. In der Statistik bedeutet das Platz vier, ein Rang schlechter als vor einem Jahr.

Möglicherweise werden die Kunden aber noch kräftiger zur Kasse gebeten, denn die Gemeinden Muggensturm und Ötigheim planen unter Beteiligung der Eneregio den Bau eines neuen Wasserwerks für 5,4 Millionen Euro.

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