KSC legt Beschwerde ein
KSC legt Beschwerde ein

Karlsruhe (red) - Der Karlsruher SC hat in enger Abstimmung mit der Stadt Karlsruhe am Donnerstag fristgerecht Beschwerde bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) gegen deren Ablehnung des Ausnahmeantrags nach Nichtüberdachung der provisorischen Südtribüne im Wildparkstadion eingelegt.

Die DFL hatte bekanntlich am Dienstag im Bescheid an den KSC über ihre erste Entscheidung im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens zur Zweiten Bundesliga gefordert, alle Tribünenplätze auf der provisorischen Südtribüne einschließlich des Hauptumlaufbereichs im Wildparkstadion bis spätestens 1. September 2019 zu überdachen (wir berichteten).

Ihre nach dem Entscheid öffentlich aufgetretenen Meinungsverschiedenheiten haben Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther inzwischen in einem persönlichen Gespräch beigelegt.

Reihe an Argumenten für Ausnahmegenehmigung

In seiner gemeinsam mit dem städtischen Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark erarbeiteten Beschwerde listet der KSC eine ganze Reihe gewichtiger Argumente auf, die die DFL davon überzeugen sollen, eine Ausnahmegenehmigung für die Zweitliga-Saison 2019/2020 zu erteilen. Dazu gehören die seit den 90er Jahren bestehenden Ausnahmeregelungen für das Bestandsstadion wie auch das Engagement der Stadt zur Sicherstellung eines künftig uneingeschränkten lizenzrechtlichen Zustands mit Umsetzung des Vollumbaus bis 2022.

Unverhältnismäßiger Kostenaufwand

Als weitere Gründe für die Gewährung der Ausnahmegenehmigung führt die Beschwerde die Standdauer der provisorischen Südtribüne von höchstens zwölf Monaten an, aus deren Überdachung ein unverhältnismäßiger Kostenaufwand aus Steuermitteln entstünde, sowie die organisatorischen Maßnahmen zur Verbesserung der Unterbringung der Gästefans teilweise auch auf der Haupttribüne. Darüber hinaus erinnert die Beschwerde die DFL an ihre geübte Praxis der mehrjährigen Ausnahmegenehmigungen für andere Vereine.

Vor dem Hintergrund der Sitzung des Betriebsausschusses des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark am 10. Mai und der Sitzung des Gemeinderats am 14. Mai hat der Verein die DFL um eine zeitnahe Entscheidung gebeten.

Foto: GES/Helge Prang

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