Verteidiger: Dünne Beweislage
Verteidiger: Dünne Beweislage
Karlsruhe (lsw) - Zu Beginn des Prozesses um den gewaltsamen Tod eines 50 Jahre alten Jäger aus Birkenfeld (Enzkreis) hat der Verteidiger des Hauptangeklagten von einer dünnen Beweislage und viel Fantasie bei der Staatsanwaltschaft gesprochen.



Sein 30 Jahre alter Mandant äußerte sich am Montag vor dem Landgericht Karlsruhe lediglich zu seinen persönlichen Verhältnissen. Er sei froh, dass der Prozess nach mehreren Monaten Untersuchungshaft endlich beginne, sagte der Italiener.

Anklage spricht von Mord

Die Staatsanwältin warf dem gemeinsam mit drei weiteren Männern angeklagten 30-jährigen Mord zur Ermöglichung einer anderen Straftat vor. Er habe das Opfer am Abend des 29. August 2018 zuerst gewürgt, dann mit einem Messer verletzt und schließlich mit einem Fußtritt gegen den Kopf getötet. Er habe mehr als 20 Gewehre und weitere Waffen sowie Munition aus dem Haus des 50-Jährigen geraubt.

Mitangeklagte teilweise frei

Die Mitangeklagten im Alter von 26, 27 und 42 Jahren, darunter ein griechischer Staatsbürger, sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft teilweise geständig und gegen Auflagen frei. Sie kündigten an, sich im Laufe des Prozesses zumindest zu ihren persönlichen Verhältnissen zu äußern.

21 Verhandlungstage geplant

Bis zum 13. September sind 21 Verhandlungstage vorgesehen. Nach bisherigen Planungen werden 41 Zeugen und 8 Sachverständige gehört.

Symbolfoto: Denker/av

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