Hauptamtliche Behindertenbeauftragte
Hauptamtliche Behindertenbeauftragte
Baden-Baden (hol) - Die bisher ehrenamtlich ausgeübte Stelle der Behindertenbeauftragten in der Kurstadt soll ab 2020 hauptamtlich besetzt werden. Das schlägt die Stadtverwaltung vor.

Der Sozialausschuss wird bei seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 8. Mai, über das Thema diskutieren. Im Juni soll der Gemeinderat die Änderung beschließen.

Die Umwandlung der ehrenamtlichen Tätigkeit in eine hauptamtliche Stelle diene der Professionalisierung der Arbeit, heißt es in den Unterlagen der Verwaltung. Der Stelleninhaber soll künftig die Belange der Behinderten in Baden-Baden vertreten, Politik und Stadtverwaltung beraten, zwischen den Betroffenen und der Verwaltung vermitteln und die Bürger für die Belange von Behinderten sensibilisieren, heißt es weiter. Dazu soll er in alle Planungen der Stadt miteinbezogen werden, die Menschen mit Behinderungen betreffen. Hinzu komme, dass durch die ab 2020 geltenden Regelungen im Bundesteilhabegesetz die Teilhabemöglichkeiten und -ansprüche von Behinderten ausgeweitet würden. "Tiefe, Umfang und Komplexität der Aufgabenstellung erfordern künftig die Ausübung der Tätigkeit im Hauptamt", heißt es.

Die Position soll als 70-Prozent-Stelle von einer Person mit einem pädagogischen Hochschulabschluss besetzt werden. Zuzüglich Sachkosten und einer 30-Prozent-Verwaltungskraft rechnet die Stadtverwaltung mit jährlichen Kosten von knapp 72 000 Euro.

Seit 2016 wird die Aufgabe in Baden-Baden ehrenamtlich von Beate Wirth (Foto: pr ) ausgeübt. Die ehemalige CDU-Stadträtin erledigt die Aufgabe mit großem Einsatz. 2017 wurde ihr das Amt für die Jahre 2018 und 2019 erneut übertragen. Dennoch gab es im Gemeinderat immer wieder Diskussionen über die Frage, ob die Stelle nicht hauptamtlich besetzt werden sollte. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist in 33 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg die Stelle hauptamtlich besetzt. Auch der Landkreis Rastatt hat eine hauptamtliche Behindertenbeauftragte.

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