DFL verzichtet offenbar auf Dach
DFL verzichtet offenbar auf Dach
Karlsruhe (red) - Die provisorische Südtribüne im Rahmen des Neubaus des Karlsruher Wildpark-Stadions muss nun offenbar doch nicht überdacht werden. Laut Medienberichten habe die Deutsche Fußball-Liga (DFL) dem Karlsruher SC eine diesbezügliche Ausnahmegenehmigung erteilt. Damit wäre sie auf einen Beschwerdeantrag eingegangen, den die Stadt Karlsruhe und der KSC vor zwei Wochen gemeinsam gestellt hatten.

Im ersten Anlauf hatte die DFL die Ausnahmegenehmigung noch verweigert und eine Strafe wegen Verstoßes gegen die Lizenzierungsauflagen für die 2. Liga angedroht, sollte neben der Nord- nicht auch die Südtribüne während der rund einjährigen Bauphase überdacht sein. Danach hatte die DFL gefordert, alle Tribünenplätze auf der provisorischen Südtribüne einschließlich des Hauptumlaufbereichs im Wildparkstadion bis spätestens 1. September 2019 zu überdachen.

Streit zwischen Verein und Stadt

Der KSC hatte daraufhin in einer voreilig formulierten Pressemitteilung sogar den Nicht-Erhalt der Lizenz in den Raum gestellt, ein deutlich übertriebenes Schreckensszenario, das zwischenzeitlich zu neuerlichem Zwist zwischen Stadtverwaltung und Verein geführt hatte.

KSC äußert sich nicht

Seitens des KSC wollte man die Entscheidung der DFL nicht bestätigen. Pressesprecher Florian Kornprobst verwies am Dienstag gegenüber dem BT darauf, dass eine Mitteilung über eine mögliche Entscheidung der DFL zunächst mit der Stadt Karlsruhe abgestimmt werde. Der Verein und der städtische Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark hatten auch die Beschwerde gegen die erste Entscheidung der DFL gemeinsam ausgearbeitet.

Positiver Nebeneffekt der nun offenbar erteilten Genehmigung: Die Stadt würde rund 700.000 Euro einsparen. So viel hätte die Überdachung für das einjährige Provisorium gekostet.

Foto: Uli Deck/dpa

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