Wildpark: DFL verzichtet auf Dach
Wildpark: DFL verzichtet auf Dach


Karlsruhe (red) - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat einem Einspruch der Stadt Karlsruhe und des Karlsruher SC stattgegeben und verzichtet nun auf die Auflage, die provisorische Südtribüne im Wildpart zu überdachen. Das bestätigten Stadt und Verein am Mittwoch.


Die Entscheidung war bereits am Dienstag durchgesickert, eine offizielle Bestätigung stand aber zunächst aus (wir berichteten). Am Mittwoch verkündeten Stadt und KSC nun in einer gemeinsamen Mitteilung das Ergebnis.

Auflage für 2. Liga aufgehoben

"Der Karlsruher SC hatte in Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe Beschwerde gegen die erste Entscheidung der DFL, die eine Überdachung der provisorischen Südtribüne in der kommenden Saison zur Auflage machte, eingelegt. Dieser Beschwerde wurde nun im Sinne der vorgetragenen Argumente entsprochen und die Auflage aufgehoben. In der kommenden Spielzeit 2019/2020 ist eine Überdachung der provisorischen Südtribüne nicht erforderlich", heißt es in der Mitteilung.

Beschwerde eingelegt

Im ersten Bescheid zum Lizenzierungsverfahren für die Spielzeit 2019/2020 in der 2. Fußball-Bundesliga hatte die DFL dem Karlsruher SC die Auflage erteilt, die provisorische Südtribüne im Wildparkstadion bis zum 1. September 2019 zu überdachen. Dem vorherigen Ausnahmeantrag des KSC vom 27. Februar wurde damit nicht stattgegeben. Gegen diese Entscheidung hatte der Verein dann in Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe fristgerecht Beschwerde eingereicht.

Dach nur elf Monate genutzt

In seiner Beschwerde hatte der KSC unter anderem vorgetragen, dass die provisorische Südtribüne nach gegenwärtigem Stand der Planungen lediglich während eines Zeitraums von elf Monaten genutzt werden wird. Auch die inzwischen höheren Kosten der temporären Überdachung sowie die nicht gegebene Möglichkeit einer anschließenden Zweitverwendung wurde vom Verein vorgetragen. Zudem stellte der KSC in Aussicht, Teilkontingente für Gästefans auf der Haupttribüne bereitstellen zu können.

"Tatsachen erstmals vorgetragen"

Die DFL folgte nun dieser Argumentation, betont allerdings, dass ihr einige Fakten erst jetzt mitgeteilt worden seien: "Die DFL GmbH hat die Argumente, die der Bewerber mit seiner Beschwerde zum Ausdruck gebracht hat, kritisch überprüft. Dabei ist sie aufgrund der erstmals in der Beschwerde vorgetragenen Tatsachen (Nutzungsdauer, Kosten und fehlende Möglichkeit zur Zweitverwendung des Dachs, Gästekontingente auf der Haupttribüne) zu der Entscheidung gelangt, dem Antrag des Bewerbers auf Befreiung vom Erfordernis der Komplettüberdachung ausschließlich für die Spielzeit 2019/2020 und nur ausnahmsweise stattzugeben", wird die Entscheidung der DFL in der Pressemitteilung zitiert.

Verein und OB zufrieden

"Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe gelungen ist, dass unserer Beschwerde abgeholfen und unserem Antrag auf Befreiung vom Erfordernis der Komplettüberdachung stattgegeben wurde. Es ist sehr erfreulich, dass wir in diesem Fall nicht mit Sanktionen in der kommenden Saison rechnen müssen und die Stadt Karlsruhe einen erheblichen Kostenaufwand einspart", so das KSC-Präsidium um Ingo Wellenreuther.

Zufrieden zeigt sich auch Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup, dass KSC und Stadt bereits in der zweiten Genehmigungsrunde erfolgreich waren: "Ich sehe uns in unserer Auffassung bestätigt, dass die DFL sachgerechte und nachvollziehbare Argumente letztendlich würdigt."

Foto: Uli Deck/dpa

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