"Rettet die Bienen" nun auch im Land
'Rettet die Bienen' nun auch im Land
Von BT-Korrespondentin B. J. Henkel-Waidhofer

Stuttgart - Am Sonntag startet die Unterschriftensammlung für die baden-württembergische Variante des bayerischen Volksbegehrens "Rettet die Bienen", das nach 1,8 Millionen Unterschriften bereits im Gesetzgebungsverfahren ist.

Rund um das Stuttgarter Institut "proBiene" haben sich viele Unternehmen, die großen Umweltschutzverbände und Einzelunterstützer versammelt.

In einem ersten Schritt müssen sich mindestens 10.000 Wahlberechtigte hinter dem Anliegen versammeln. Allein die Naturschutzorganisationen BUND und NABU kommen allerdings auf jeweils 60.000 Mitglieder im Land.

Die nächste Hürde stellt das Landesinnenministerium dar, das den ersten Versuch ein Volksgebehren zu starten - für gebührenfreie Kitas durch die SPD - gerade gestoppt hat. Das habe keinerlei Auswirkungen auf einen neuen Vorstoß zu einem anderen Thema, erläuterte ein Sprecher auf BT-Anfrage.

"Rettet die Biene" liegt ein Gesetzentwurf zu Grunde, der unter anderem verlangt, den Anteil der ökologischen Landwirtschaft bis 2035 auf 50 zu erhöhen und den Pestizideinsatz bis 2025 um die Hälfte zu senken.

Mitinitiatoren, wie die BUND-Landesgeschäftsführerin Brigitte Dahlbender, anerkennen zwar die Anstrengungen der grüngeführten Landesregierung zum Erhalt der Biodiveristät seit 2011, etwa die Anhebung der Mittel für den Naturschutz von 30 auf 90 Millionen im Jahr 2021. Die weltweite dramatische Entwicklung zeige aber, dass das Engagement größer werden müsse. Im neuen Baden-Württemberg-Trend des SWR haben Bürger gerade den Klimaschutz insgesamt als wichtigste Thema für ihre Entscheidung bei den Europawahlen am 26. Mai genannt.

Einen ausführlichen Bericht unserer Korrespondentin in Stuttgart lesen Sie in der Samstagsausgabe des Badischen Tagblatts und ab Samstagmorgen, 4 Uhr, im E-Paper.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

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