Kretschmanns Rat zur SWR-Wahl
Kretschmanns Rat zur SWR-Wahl
Stuttgart (bjhw) - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält sich aus der Wahl des neuen SWR-Intendanten oder der Intendantin aus Gründen der Staatsferne prinzipiell heraus. Einen Ratschlag hat er für die allein zuständigen Rundfunk- und Verwaltungsräte dennoch: Es sei allgemeiner Konsens, "dass wir Führungsämter stärker mit Frauen besetzen wollen".

Dieses Ziel sei ernst zu nehmen, bei gleicher Eignung und wenn es konkret möglich sei: "Das sollte jeder im Hinterkopf haben", sagte der Regierungschef am Dienstag.

Stefanie Schneider und Kai Gniffke treten an

Zur Wahl am Donnerstag stehen SWR-Landessenderdirektorin Stefanie Schneider und Kai Gniffke, der Chefredakteur von ARD-aktuell. Er habe eine Meinung, wer es werden solle, sagte Kretschmann, "aber die tue ich nicht kund".

Keine Mehrheiten für Strukturreform

Keine Chancen sieht der Ministerpräsident, die komplizierte Struktur der Zwei-Länder-Anstalt zu ändern, die unter vielem anderen auch zu dem komplizierten Wahlverfahren führt. Er habe früher einmal vorgefühlt, als Kurt Beck (SPD)noch Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz gewesen sei, denn er wolle "nicht behaupten, dass die Konstruktion des SWR meiner Idealvorstellung entspricht". Dabei sei es um die Größe der Gremien gegangen. Kretschmann: "Aber das kann man alles knicken", es gebe keine Mehrheiten, "also lassen wir das mal so, wie es ist".

Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivfoto

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