Schwerer Lkw-Unfall: Gelartige Schmiere auf allen drei Fahrspuren
Schwerer Lkw-Unfall mit Schwerverletzten

Bruchsal (red/lsw) - Nach dem schweren Lastwagenunfall auf der A5 bei Bruchsal von Dienstagabend sind nach wie vor zwei Fahrspuren in Richtung Süden gesperrt. Alle drei Fahrspuren müssen aufwändig gereinigt werden.

Ein Lastwagenfahrer und eine Autofahrerin wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Nach Angaben von mehreren Zeugen, die die Polizei befragte, floh der mutmaßliche Unfallverursacher von der Unfallstelle. Der Verkehr in Richtung Schweiz staute sich auf bis zu 20 Kilometern Länge.

Lastwagen fährt auf anderen Lkw auf

Der Unfallverursacher wollte laut Zeugen mit seinem Opel Aatra auf den Autobahnparkplatz abfahren. Dieser sei jedoch von einem Lkw versperrt gewesen, worauf der Unbekannte anschließend von dort über die Sperrfläche wieder zurück auf die Autobahn gefahren sei.
Ein nachfolgender 26 Jahre alter Lastwagenfahrer aus Polen musste laut Polizeibericht dadurch voll bremsen. Ein weiterer Lastwagenfahrer, 50 Jahre alt, fuhr dem ersten Lkw hinten auf, geriet ins Schleudern, erfasste dabei den Kleinwagen einer 32-Jährigen und kam quer zur Fahrbahn zum Stehen. Der Fahrer dieses Lastwagens und die Fahrerin des Autos kamen mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, teilte die Polizei weiter mit. Der 26-Jährige Brummi-Fahrer blieb unverletzt.

Schwierige Reinigung der Fahrbahn

Bei dem Unfall wurde der Lastwagen des 50-Jährigen beschädigt. Wie die Polizei weiter mitteilte, traten aus der Ladung mehrere Hunderte Kilogramm einer gelartigen und klebrigen Flüssigkeit aus, die sich auf Höhe des Parkplatzes über alle drei Fahrsteifen der nach Süden führenden Fahrbahn verteilte. Ein Chemiker vor Ort identifizierte sie jedoch als ungefährliche Schmiermittel, sagte ein Polizeisprecher. Die Reinigung erwies sich dagegen nach Polizeiangaben als höchst aufwändig. Übliches Gerät zur Nassreinigung des Belages versagte demnach seine Wirkung. Schließlich musste das Spezialfahrzeug einer Reinigungsfirma aus Schwäbisch Hall hinzugezogen werden.

Rund 200.000 Euro Sachschaden an Fahrzeugen

Die Polizei gibt den an den Fahrzeugen entstandenen Sachschaden mit rund 200.000 Euro an. Weitere Unkosten für die Räumung und Reinigung der Fahrbahn sind aktuell noch nicht abschätzbar. Die Suche nach dem mutmaßlichen Verursacher dauerte auch am späten Nachmittag noch an.

Foto: Aaron Klewer/dpa

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