Schwere Vorwürfe der DLRG
Schwere Vorwürfe der DLRG
Baden-Baden (sre) - Mit einem offenen Brief hat sich Simon Gerstner, Vorsitzender der Baden-Badener Ortsgruppe der Deutschen-Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), unter anderem an Oberbürgermeisterin Margret Mergen gewendet. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stadtwerke.

Dabei geht es um das DLRG-Gelände am Kühlsee. Dieses habe man 1983 zur Verfügung gestellt bekommen und im Gegenzug ehrenamtlich Wachdienst im Strandbad geleistet. "Über 15.000 Stunden kamen dabei zur Sicherheit der Besucher zusammen." In Eigenarbeit habe man das Gelände hergerichtet und 1988 eine Hütte gebaut. Dort sei Jugendarbeit unter anderem mit Zeltlagern geleistet worden, zudem seien dort Wacheinweisungen und Erste-Hilfe-Kurse durchgeführt worden.

Nun hätten die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung einen "schweren Brocken" zu verdauen gehabt: Für das Gelände sei im Frühjahr die Kündigung der Stadtwerke eingegangen. Letztere hätten auch kein Interesse gehabt, Alternativen vorzuschlagen. "Unser Verein hängt somit in der Luft", man habe keine Basis mehr. Fragen nach einem Alternativgelände seien negativ verlaufen.

Stadtwerke zeigen sich irritiert

Bei den Stadtwerken zeigte man sich am Mittwoch irritiert. Mit Vertretern der Ortsgruppe habe es im September 2018 einen Termin gegeben, bei dem man über die Bedingungen am neuen Strandbad-Standort informiert habe. Dieser befinde sich im Naturschutzgebiet, was viele Auflagen mit sich bringe. So sei es dort verboten, zu zelten und öffentliche Veranstaltungen durchzuführen, betonte Abteilungsleiter Karsten Auer.

Unterschiedliche Angaben zu Wachdienst

Bei dem Gespräch seien die DLRG-Vertreter selbst zu der Erkenntnis gekommen, dass die Fläche für sie ungeeignet sei. Daraufhin habe man im Umfeld Grundstücke gezeigt, die in Frage kommen könnten. Man habe auch Unterstützung bei der Findung geeigneter Flächen zugesagt, bis jetzt aber kein Feedback erhalten.

Entgegen der erhobenen Vorwürfe habe man der DLRG auch nie den Einsatz bei Wachdiensten versagt. Man habe 2018 eigenes Personal einsetzen müssen, weil die Ortsgruppe die Öffnungszeiten des Strandbads nicht habe abdecken können.

Symbolfoto: Arno Burgi/dpa

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