Schnakenbekämpfung am Rhein
Schnakenbekämpfung am Rhein
Karlsruhe/Speyer (lsw) - Nach dem Ausfall von zwei Hubschraubern soll die Schnakenbekämpfung am Rhein bald wieder voll aufgenommen werden. Das teilte am Freitag die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mit.

Die jüngste Generation der stechenden Insekten sei aber bereits verpuppt, so dass eine Bekämpfung nicht mehr möglich sei, erklärten die Verantwortlichen. In den nächsten vier bis sechs Wochen werde es daher entlang der Rheinauen mehr Mücken geben als gewohnt.

Bei der nächsten Hochwasserwelle sollen wieder Hubschrauber zur Verfügung stehen. Der Wissenschaftliche Direktor der Kabs, Norbert Becker, dankte den vielen freiwilligen Helfern, die in den vergangenen Tagen die Arbeit der Schnakenbekämpfer unterstützt hätten.

Die Bürgermeister mehrerer Gemeinden hatten beim Innen- und Gesundheitsministerium um Hilfe gebeten, um eine Schnakenplage abzuwehren. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung forderte sogar den Einsatz der Bundeswehr. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, die Behörden hätten sich am Freitag bei einer Telefonkonferenz abgestimmt. Die Lage sei nicht dramatisch.

Das Einsatzgebiet der Kabs reicht vom Kaiserstuhl in Baden-Württemberg entlang des Rheins bis nach Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Mitarbeiter verteilen zu Fuß oder von Hubschraubern aus ein biologisches Bekämpfungsmittel, sobald eine Vermehrung der Schnaken droht. Das ist dann der Fall, wenn bei warmer Witterung eine Hochwasserwelle die Auen überflutet hat. Das Mittel richtet sich gezielt nur gegen die Larven der Stechmücken und ist nicht wirksam, wenn diese sich bereits verpuppt haben. Daher bleibt zur Bekämpfung jeweils nur wenig Zeit.

Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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